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| SONGS - The Best Of The Singer/Songwriters, Warner Strategie Marketing, 2002 |
| Länge: 158 Min 05 Sek |
Medium: CD |
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| CD 1: | |
| 1. Tracy Chapman - Baby Can I Hold You (1988) | 11. Carly Simon - You're So Vain (1972) |
| 2. Elton John - Your Song (1969) | 12. Stephen Stills - Love The One You're With (1970) |
| 3. Eric Clapton - Layla (1992) | 13. Harry Chapin - Cat's In The Cradle (1974) |
| 4. Cat Stevens - Father & Son (1970) | 14. Nick Drake - Time Has Hold Me (1994) |
| 5. David Gray - Babylon (1998) | 15. Billy Joel - Piano Man (1975) |
| 6. Alanis Morisette - Ironic (unplugged) (1999) | 16. Donovan - Catch The Wind (1965) |
| 7. Chris Isaak - Wicked Game (1989) | 17. Tim Buckley - Morning Glory (1967) |
| 8. Ryan Adams - Oh My Sweet Carolina (2000) | 18. Jeff Buckley - Everybody Here Wants You (1998) |
| 9. Tom Petty - Wildflowers (1994) | 19. David Ackles - Down River (1968) |
| 10. Billy Bragg - A New England (1987) | 20. Joan Armatrading - Love And Affection (1976) |
| CD 2: | |
| 1. Bob Dylan - Mr. Tambourine Man (1967) | 11. David Kitt - Songs From Hope St. (2001) |
| 2. Van Morrison - Brown-Eyed Girl (alternate take) (1991) | 12. Badly Drawn Boy - The Shining (2000) |
| 3. Marc Cohn - Walking In Memphis (1991) | 13. Michelle Shocked - Anchorage (1988) |
| 4. Paul Simon - Mother And Child Reunion (1971) | 14. Patti Smith - Frederick (1979) |
| 5. Paul Weller - Wild Wood (1993) | 15. Kris Kristofferson - Me And Bobby McGee (with Jackson Browne) (1999) |
| 6. Rod Stewart - Mandolin Wind (1971) | 16. Jackson Browne - Running On Empty (1977) |
| 7. Randy Newman - Short People (1977) | 17. Tim Hardin - If I Were A Carpenter (1968) |
| 8. Elvis Costello - All This Useless Beauty (1996) | 18. Beth Orton - She Cries Your Name (1996) |
| 9. Tony Joe White - Rainy Night In Georgia (1969) | 19. Nick Cave & Kylie Minogue - Where The Wild Roses Grow (1995) |
| 10. Bill Whiters - Ain't No Sunshine (1971) | 20. Lou Reed - Perfect Day (live) (1998) |
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Soso, ein Singer/Songwriter-Sampler?! Sofort schießen dutzende von Vorurteilen durch meinen Kopf.
Mit dem ersten, dass nämlich auf einem Sampler i.d.R. nur zwei brauchbare Beiträge sind, und der Rest Füllmaterial ist, räumt "Songs" sehr schnell auf: Die Trackliste, immerhin 40 Lieder auf zwei randvollen CDs, liest sich wie ein "who is who" der Szene. Sogar Bob Dylan, den man eher selten auf Zusammenstellungen findet, ist mit Mr. Tambourine Man vertreten.
Mein zweites Vorurteil bezieht sich auf die Auswahl der Stücke aus den einzelnen Jahrzehnten: In Singer/Songwriter-Fankreisen ist man sich sicher einig, dass die 80er wohl das schlimmste Jahrzehnt war, dass man erdulden musste – sozusagen die Nachgeburt der Disco-Ära. Aber auch das bildet die Trackliste perfekt ab. Na dann schauen wir doch mal rein, in die Jahrzehnte...
Das älteste Stück, Catch the Wind (1965) ist von Donovan, der britischen Antwort auf Bob Dylan, der in den 60ern eine Reihe wunderschöner und auch populärer Songs hatte. Auch die jüngeren unter uns werden ihn kennen, denn er nahm vor nicht allzu langer Zeit seinen Klassiker Atlantis mit den No Angels neu auf. Schwamm drüber...
Zurück zur CD: Dylan hab' ich ja schon erwähnt. Dazu gesellen sich u.a. noch Elton John's vielleicht schönstes Lied Your Song, Tony Joe White's Klassiker Rainy Night in Georgia und Van Morrison's Solo-Start Brown Eyed Girl in einer etwas "runderen" und leicht "gehetzten" Version aus '91.
Die 70er: Huch! Eric Clapton's Layla?! Ist das nicht etwas zu heftig für eine Singer/Songwriter-Scheibe? Nein, denn man hat die sanfte Unplugged-Version aus '92 gewählt. Sehr schön!
Die 70er sind wie erwartet am stärksten vertreten. U.a. mit zwei der schönsten Stücke, die unsere Erde je gehört hat: Zum einen meine ich Father & Son von Cat Stevens und zum anderen Lou Reed's Perfect Day. Letzteres nicht in der Original-Version von 1972, sondern in einer minimal schwieriger zugänglichen Live-Version aus seiner 98er Tour – mutig und interessant!
Was noch? Das unvermeidliche You're so vain von Carly Simon, das "vernünftige" Liebeslied Love the one you're with von Stephen Stills in bester Crosby, Stills, Nash & Young-Tradition, Jackson Browne, Patti Smith und, und, und... alles vom Feinsten!
Mein persönliches Wiederentdeckungs-Highlight: Harry Chapin's Cats in the Cradle - das Original - das viele vermutlich aus den 90ern in der Pubertärie-Version von Ugly Kid Joe kennen.
Na gut, es hilft ja alles nichts, "entdecken" wir die 80er... Vier Songs sind es dann doch geworden. A new England von Punk-Folker Billy Bragg, Tracy Chapman's Baby can I hold you aus ihrem grandiosen Debut-Album, der Mega-Monster-Gänsehaut-Song Wicked Game von Chris "ich-sing-dich-schmusig" Isaak, und das vielleicht unbekanntere aber nicht minder schöne Anchorage von Michelle Shocked. Ok, ok, die gelungene Auswahl von "SONGS" lässt einen eingestehen: es war nicht alles schlecht!
Trotzdem atmen wir auf - die 90er: Alanis Morissette's Ironic hat man passender Weise in der Unplugged-Version vorgezogen. Sogar Pop-Stern Kylie Minogue finden wir wieder. Nicht erschrecken! Erinnern wir uns: 1995 sang sie zusammen mit Alternativ-Rocker Nick Cave die herrlich morbide Ballade Where the wild Roses grow.
Zu den neuesten Stücken zählt Oh sweet Carolina von Ryan Adams, den so viele nach seiner letzten Scheibe "Gold" in ihr Herz geschlossen haben.
Fazit:
Auch wenn jeder Genre-Kenner ein oder zwei Namen finden wird, die seinem persönlichen Geschmack nach auf diesen zwei Scheiben fehlen, so bleibt "SONGS" unter dem Strich eine echte Sampler-Seltenheit: ein grandios gelungener harmonischer Ausflug in die Welt der Sänger und Songschreiber quer durch die letzten vier Jahrzehnte ohne einen einzigen Aussetzer! Für alle Neulinge, die Singer/Songwriter kennenlernen, oder Liebhaber, die ihren Genre-Horizont ergänzen möchten, gilt: unbedingt zugreifen!
Andreas Futschik, (Artikelliste), 07.05.2002
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