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CD-Review:
Verschiedene InterpretenIrgendwo in Deutschland - Die Dritte! |
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Irgendwo in Deutschland hat es sich schon seit einiger Zeit zur Aufgabe gemacht, deutschsprachiger Rock- und Popmusik sowie dem künstlerischen Nachwuchs im Filmbereich und der Literaturszene eine Präsentationsplattform zu bieten. Flankierend dazu befindet sich IRGENDWO IN DEUTSCHLAND mit der obengenannten, tagesaktuellen Homepage im Netz. Dort findet man die wichtigsten News, Bandvorstellungen, Links zu deren Websites, Interviews, Konzertankündigungen und vieles mehr. Dazu gibt es nun auch schon zum wiederholten Male einen Sampler (zum wievielten Male? Wer die richtige Antwort an uns mailt, bekommt 100 Rubbelpunkte), nämlich die vorliegende Compilation "Irgendwo in Deutschland - Die Dritte!" Hübscher Auftakt mit Schmackes der etwas anderen, da frecheren und nicht so glattgebügelten Girlband. 2) MONTREAL: So lang die Fahne weht Ziemlicher Old School Punkrock. Wenn ich den Text richtig verstanden habe (akustisch als auch semantisch) geht es wohl um einen engagierten Aufruf zum Individualismus und Nichtangepasstsein. 3) FLOW FY: Ich seh' dich nicht Recht knackiger und frischer Alternativerocker. Gute Stimme und kompakter Sound. Leider kann man nicht mehr so unschuldig sagen "fast wie die GUANO APES" um niemanden zu beleidigen. 4) ATTACKE ROYAL: Sexy Eigentlich recht geschmeidiger Indie Pop, den Text finde ich allerdings doch recht eigentümlich. Schimmert da ein bisschen Nekrophilie durch? 5) MONSTER TRIP: So wie du bist Ein heavy Mix ais Psychedelischem und Metal, die Vocals rammen allerdings wie Steine in den Magen. Irgendwie merkwürdiges Gitarrensolo. 6) KIND IM MAGEN? : Gib mir einen Plattendeal Na, dass das bei dem Bandnamen ein bisschen schwer verdaulich ist, war klar. Mutig-rotziger Punk ohne Handbremse. 7) BLUMENBAUER: Rock muss sein So rockig ist es dann auch wieder nicht, eher feingliedriger Indie mit Folkeinschlag. Der Gesang sollte aber noch mal feinjustiert werden, das muss auch sein. 8) HERMAN: Leben Der gewichtige Nachfahre von ZELTINGER mit seiner Band und heavy Alternativerock zum Mitgrölen. 9) INFRAGRUEN: 7 Sachen Herrlich erfrischender und unprätentiöser Indiepop im Stile von 2RAUMWOHNUNG ohne das im Juli bei Silbermond so übliche Schielen nach den Charts. 10) MOHNBLAU: Wenn man so will Und noch ein Stückchen Girlpower made in Germany von der klügeren und entspannteren Sorte. 11) KAPAUN: Billardkugel Also die Ösis rocken ja wirklich ganz gut ab, aber mit diesem Song habe ich so meine Probleme, wie ja auch schon bei der Besprechung des Albums "Intensiv" dargelegt. Manche mögen das witzig finden, ich kann über diese zotigen Anspielungen einfach nicht lachen. 12) SUMO: Mehr als du willst Eine richtig schöne Schrammelgitarre schwebt auf einem herrlich entspannten Groove. Gegen Ende geht ein wenig die Puste aus, trotzdem sehr hübsche Nummer. 13) BETTINA SCHELKER: Zurück Eleganter elektronische Indiepop mit Drive. Und die Stimme von Frau Schelker hat was faszinierend Widerborstiges. 14) OETTEBAND: Ich weiss Also diese Neusser Institution ist einfach nur gut. Knackiger Abgehrock. Warum hören die Leute WESTERNHAGEN, wenn es die OETTEBAND gibt? 15) TWANGER: Sag mir wie Ein recht schwungvolles Stückchen Powerpop mit leichtem Punkanstrich. Nicht spektakulär, aber solide. 16) TOBIAS BIEDERT: Ich möchte Popstar sein Der Anti-Casting-Show-Song. Eigentlich hat sich das Thema inzwischen ja von selbst erledigt, aber als zeithistorische Dokument taugt der Song immer noch. 17) PILOT: Abschied Emotionaler Alternativrock (der aber kein Emo ist). Erinnert mich irgendwie an SELIG und rundet die Scheibe gut ab. Insgesamt überwogen diesmal die unbekannteren Bands, der Sampler ist also eher was für Entdecker und Neugierige, die mal hören wollen, was sich so in der wirklich jungen deutschen Szene so tut. Meine Favoriten sind die Songs von AK 4711, INFRAGRUEN, MOHNBLAU, BETTINA SCHELKER, OETTEBAND und PILOT. CD und Magazin sind bei Ralf Stierlen, (Impressum, Artikelliste), 30.06.2005
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