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Breathe - A Tribute To Pink Floyd

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Breathe - A Tribute To Pink Floyd
Breathe - A Tribute To Pink Floyd, Music Avenue, 2004
Tommy Shaw, Jason Scheff, Glenn Hughes, Doug Pinnick, Fee Waybill, Bobby Kimball, Chris Squire, Billy Sherwood, Steve Lukather, Robin McAuley, Jeff Scott Soto Vocals
Richie Kotzen, Dweezil Zappa, Elliot Easton, Gary Hoey, Billy Sherwood, Bruce Kulick, Bob Kulick, Steve Lukather, Jeff Baxter Guitar
Tony Levin, Tony Franklin, Mike Porcaro, Chris Squire, Marco Mendoza, Phil Soussan, Jimmy Haslip Bass
Mike Baird, Aynsley Dunbar, Greg Bissonette, Alan White, Vinnie Colaiuta, Eric Singer, Pat Torpey Drums
Tony Kaye, Derek Sherinian, Scott Walton Keyboards
Edgar Winter, Scotty Page Saxophone
Produziert von: Bob Kulick & Billy Sherwood Länge: 51 Min 31 Sek Medium: CD
1. Money7. Have A Cigar
2. Run Like Hell8. Comfortably Numb
3. Young Lust9. Shine On You Crazy Diamond
4. Welcome To The Machine10. Breathe In The Air
5. Another Brick In The Wall11. Us And Them
6. Any Color You Like(Tracklist wie im Booklet abgedruckt - stimmt aber nicht mit der tatsächlichen Songreihenfolge überein!)

Europarelease eines Tribute to PINK FLOYD das bereits 2002 und 2003 bei anderen Plattenfirmen und mit anderem Artwork erschienen ist.
Nun fragt sich der Fan ganz grundsätzlich, wie viele Tributes für diese Band notwendig sind. Eigentlich gibt es genügend und all die großen Songs kennt man in- und auswendig. Außerdem sind solche Verneigungszeremonien in den meisten Fällen wenigstens banal, ab und an richtig peinlich, vor allem wenn drittklassige oder längst vergessene Musiker meinen, irgendwelche Klassiker nachspielen zu müssen.

Einige der hier vertretenen Musiker sind durchaus berühmt (oder berüchtigt) für ihre rege Teilnahme an solchen Tribute-Orgien, auch Produzent Bruce Kulick (früher u.a. bei Meat Loaf) ist seit Jahren bevorzugt in diesen Gefilden unterwegs. Sieht man mal von der völlig vertauschten Tracklist im Booklet ab, macht diese CD aber großes Vergnügen, denn wir haben es nicht mit abgehalfterten Frührentnern, sondern mit einer Sammlung hervorragender Könner zu tun, die die Vorlage zwar nicht umarrangieren, aber zumindest in ihrem eigenen Stil nachempfinden. Mit Betonung auf "empfinden".
Beispiel dafür sind Edgar Winter am Sax und Richie Kotzen an der Gitarre im Opener Money. Rau und bluesig kommt es daher und Tony Levin (u.a. KING CRIMSON und auch bei PINK FLOYD auf "Momentary Lapse Of Reason" zu finden) zupft dazu einen tieeefen Bass. Recht spektakulär auch die Vocals von Doug Pinnick (KING'S X) in Welcome To The Machine. Respekt fürs Original und Wille zur Interpretation im erlaubten Rahmen machen diese CD aus.

Es gibt keinen negativen Ausreißer, allenfalls einige relativ unerhebliche Interpretationen (Comfartably Numb mit Chris Squire und Alan White von YES zum Beispiel oder Shine On You Crazy Diamond, das von Steve Lukather irgendwie emotionslos gefiedelt wird - dafür singt er wiederum sehr ansprechend). Auch Vielsänger Jeff Scott Soto reißt in Us And Them genau wie Robin McAuley bei Breathe In The Air nicht unbedingt vom Hocker, dafür trötet Scotty Page aus der früheren Floyd Tourband bei erstgenanntem Us And Them gradezu höllisch auf dem Saxophon. Den haben die Neutöner JANE'S ADDICTION nicht umsonst für ihr 2003er Album "Strays" verpflichtet.
Bei Young Lust ergänzt sich Glenn Hughes perfekt mit Tony Franklin am Bass, offenbar kein 4-Saiten-Neid, nur Elliot Easton (THE CARS) drängt sich gitarristisch etwas penetrant in den Vordergrund. Aber auch das findet sicher Anhänger, der Mann kann es schließlich.

Diskussionsthema für Fans dürfte sicherlich Another Brick In The Wall sein. Fee Waybill von den TUBES singt in seinem - eigenwilligen - Stil und das wird nicht jedem Floydianer gefallen. Weil aber Another Brick... nie mehr als eine gute Partynummer war (schlagt mich ruhig), geht das hier vollkommen in Ordnung. Genau wie Have A Cigar, das von Bruce und Bob Kulick heavy und funky aufgewertet und von Bobby Kimball (TOTO) astrein geshoutet wird.

Insgesamt ein fein gelungener Tribute, Kopfzerbrechen darf man sich nicht darüber machen und Fetischisten finden garantiert was zum meckern. Ich nicht, denn PINK FLOYD waren nie (m)eine Religion, immer nur eine großartige Rockband aus den Siebzigern die leider irgendwann die Bodenhaftung verlor. Macht Sinn, diese Songs von gestandenen Rockmusikern neu interpretiert zu bekommen.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 09.09.2004

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