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CD-Review:
Verschiedene InterpretenBeyond Inspiration - A Tribute To Uli Jon Roth |
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"Speaking of Tribute Albums." (Part 2). Und schon sind wir bei der nächsten Folge dieser beliebten Reihe. Ziel des Anschlags ist diesmal der frühere (ganz frühere) SCORPIONS-Gitarrist Uli Jon Roth. Da mag der Uli jetzt mit klarkommen oder nicht, das haftet ihm halt einfach an. 1978 war es, als ich dann so langsam vom Pop zum Rock übergetreten bin und eine der Scheiben die damals zu meinen/unseren Dauerläufern gehörten war "Taken By Force" von den SCORPIONS. Klar, sind wir zu Steamrock Fever und zu He's A Woman - She's A Man herum geflippt (so nannte man das damals noch, ihr "Headbanger"), aber die Lead-Gitarre des, damals noch gutbürgerlich, Ulrich Roth war auch bei den "Dampfrock"-Nummern die Sahne obendrauf. 1978 wäre ich ganz schön erschrocken über das Gerumpel am Anfang meiner LP, aber wir haben 2003 und es ist wohl doch das Schlagzeug-Intro. Von der ersten Solo-Platte ("Earthquake", 1979) wird Electric Sun von Chris Steberl an der Gitarre, leicht funkig und schon reichlich fingerfertig interpretiert. Auch in dieser Version spürt man den Hendrix-Einschlag, was Brad Shumway an den Vocals noch verstärkt. Lediglich Drummer Gerald Kloos ballert mir etwas zu viel herum. Das geniale Intro zu Sails Of Charon hat auch nach 25 Jahren nix von seiner Magie verloren. Da zeigt denn auch Joop Wolters an der Gitarre das er sowohl Uli's Läufe drauf hat, als auch noch ein paar wieselflinke Licks zwischenrein streuen kann. Kommt gut, auch wenn Sänger Lance King im Vergleich zu Klaus Meine (damals) etwas dünn klingt. Spanisch-akustisch klingt dieser Song aus. Vom selben Album stammt natürlich Firewind obwohl das auch auf eine Scorpions-LP gepasst hätte. Für diesen Eindruck sorgt nicht zuletzt Torgny Stjärnfelt als Sänger. Der Gitarrist ist hier Tony Hernando und der tendiert manchmal eher Richtung Heavy Metal, was ja prinzipiell nichts Schlechtes ist, zumal er seinen Job echt gut macht. An den Drums: Gerald ..., na ja... Für Dark Lady, vom Scorpions-Album "In Trance" (1976) hat sich Rolf Munkes im Studio eingefunden. Hier bin ich erstmals nicht ganz überzeugt, aber das liegt wohl auch am etwas dünnen Gesang von Lance King (hatten wir ja schon) und wer Schlagzeug spielt muss ich wohl nicht erwähnen. Die Gitarrenarbeit ist nämlich in Ordnung und der Song ein Klassiker. Wieder so ein The Wind Cries Mary-Anfang und wir sind eine LP weiter, bei "Virgin Killer". Yellow Raven, zweifellos eine der besten Scorpions-Balladen. Wohltuend wie Sänger Alf Wemmenlind, mit leicht dunkler Stimme, hier eine absolut überzeugende Vorstellung gibt. Petrossi Dushan hält sich mit der Gitarre weitestgehend ans Original, natürlich etwas moderner und "fetter". Sorry, ich kenn das Original leider nicht, aber wenn der damalige Drummer bei I'll Be There genauso agiert hat wie Gerald Kloos (!) hier, ist er inzwischen wahrscheinlich..., na das überlass ich Eurer Fantasie. Ich hab für so was kein Verständnis! Auch wenn mir Gitarrist Cyril Achard wohl etwas zu modern ist, hätte ich ihm gern mal zugehört - keine Chance. Von "Fire Wind" stammt dann wieder Indian Dawn. Das Intro ein klarer Immigrant Song-Rip-Off. Ansonsten dürfte Thorbjörn Englund wohl einer der "perfektesten" Gitarrenfrickler auf dieser Scheibe sein der sowohl bei den schnellen wie den ruhigen Parts überzeugt. Ich bin kein sonderlicher Freund von Instrumentals und so mögen William Stravato und Alex Masi bei Return für Fans von Yngwie Malmsteen u.ä. durchaus interessant klingen und inspirieren - ich steh mehr auf Songs. Insgesamt aber ein gutes Album, das Lars Eric Mattsson da initiiert hat. Macht Spaß manche der "alten Sachen" wieder mal zu hören und noch dazu etwas "aufgefrischt" und nicht zuletzt weckt es auch das Interesse wieder an einem der besten deutschen Rock-Gitarristen: Uli Jon Roth. Epi Schmidt, (Impressum, Artikelliste), 12.09.2003
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