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Company Of Snakes:

Burst The Bubble

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Burst The Bubble
Burst The Bubble, SPV/Steamhammer, 2002
Stefan Berggren Vocals
Bernie Marsden Guitars
Micky Moody Guitars
Neil Murray Bass
John Lingwood Drums
Produziert von: Rainer Hänsel & Bernie Marsden Länge: 63 Min 05 Sek Medium: CD
1. Ayresome Park9. Kinda Wish You Would
2. Labour Of Love10. Days To Remember
3. Ride, Ride, Ride / Run, Run, Run11. Back To The Blues
4. Burst The Bubble12. All Dressed Up
5. Sacrificial Feelings13. Can't Go Back
6. What Love Can Do14. She
7. Little Miss Happiness15. Ayresome Park - Reprise
8. Hurricane

Kurzes Vorwort: Normalerweise bringen wir keine 2 Reviews einer Scheibe. Außer, zwei unserer Redakteure fetzen sich und wir können mit 2 Besprechungen die unterschiedlichen Hörgewohnheiten und Vorlieben darlegen. Dies ist hier nicht der Fall. Epi findet "Burst The Bubble" mindestens so geil wie ich. Wir haben das Review in der gleichen Nacht geschrieben und uns abgesprochen, dass in diesem Sonderfall beide veröffentlicht werden. Eigentlich war Epi schneller als ich.

Na mal ehrlich. Warum haben wir (also die alten Säcke) Whitesnake geliebt? Wegen einem siebensaitigen Gitarrenhelden? Wegen einer blondierten Dale Cover? Weil uns damals die Friseusinen nachgelaufen sind?
Oder wegen Götteralben wie "Come 'An Get It", "Lovehunter", "Trouble" und wie sie alle hießen.
Klar, der Sänger war genial. Aber wer hat die Gitarren gemacht? Marsden und Moody und Moody und Marsden.
Irgendwann war das Thema Moody Marsden/Coverdale erledigt. Ich glaube, heute bedauert das ein gewisser David C., zumindest aus musikalischer Sicht.

Moody und Marsden haben einige Soloversuche unternommen und sind letztendlich wieder zusammengekommen. Diverse MM-CDs, das Borderline-Projekt von Lizards Georg Bayer mit Bruce Brookshire und Doc Holliday, sind (inzwischen haben es wenigstens die Hardcore-Fans kapiert) allesamt phantastische Scheiben.
Dann firmierten M & M plötzlich als COMPANY OF SNAKES. "Abzocke, Betrug, Fake" gröhlte man. Und auch ich war versucht, einer Whitesnake Coverband keine Chance zu geben.

Dann kam unser Epi mit seinem euphorischen Konzertbericht vom 21. Februar letzten Jahres. Die Berichte von den Festivals folgten. Und schließlich die Tour mit Molly Hatchet und Humble Pie im Dezember. "Christmas in Rock".
4 Songs aus der neuen CD haben sie gespielt und ich bin seitdem vor Neugier und Ehrfurcht geschmolzen.

Here we go: Intro, und dann geht das so was von ab, dass sich Warmduscher bitte zurückziehen sollten.
Alle anderen werden eine Stunde grinsend dasitzen.

Wir hören: Rock & Roll, Slide-Gitarren, Boogie, Shuffle, Zweistimmige, einen Sänger, der zwischen D.C. und Paul Rodgers schwankt und dabei nur grandios klingt, gnadenlosen Rock, schöne Balladen.
Das hat natürlich viel mit Whitesnake zu tun, aber, s.o., wer war Whitesnake? Schließlich ist ja auch Neil Murray mit von der Partie und John Lingwood ist ebenfalls länger als 2 Wochen im Geschäft.

Für mich als Boogie-Mann ist Ride, Ride, Ride / Run, Run, Run die ultimative Verbeugung vor FOGHAT. Co-written von einem gewissen Mr. Andes. Doch nicht etwa der Mark Andes (u.a. Spirit)? Kann mich jemand aufklären?
(Und tatsächlich, ein lieber Leser schreibt uns, dass es sich um ein Cover von der ersten Jo Jo Gunne LP handelt. Danke!)

Mörder-Rock & Roller wie Little Miss Happiness (wenn mir einer sagt, das wäre primitiv, soll er sich bitte die Finger beim Nachspielen brechen!) oder All Dressed Up gehen einfach nur ab.
Kinda Wish You Would war bereits auf der 94er "Real Faith", knallt hier aber viel besser.
Und wer sich die CD mit Kopfhörer gibt, hört all die großen und kleinen Gitarrengemeinheiten, die man sich als Rockfan nur vorstellen kann.

She, noch ein Song, den ich extra erwähnt haben möchte. Heavy, phantastisches Shouting, kein Klischee auslassend, akustische Gitarren...so packt man in 4 Minuten alles was wichtig ist.

Merkt man, was ich sagen will? Wir haben Anfang Februar und ich möchte behaupten, da kommt nicht mehr viel besseres nach in diesem Jahr (Southern Rocker strengt Euch an!).
Das ist auch ein Verdienst der Studiocrew. Rainer Hänsel (Producer), Nikolo Kotzev (Recording) und Herman Frank (Mix) haben ein gewaltiges Brett hingelegt.

Ach so, die Texte. Die sind eher nicht für H.-R. Kunze Fans. Die Botschaft dahinter sucht man vergebens. Es geht mehr um die wichtigen Dinge des Lebens ("...to find a senorita and have a real good time...").
Das Cover: Da ist eine Schlange drauf und die Nackte-Frauenquote wird auch eingehalten...

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 07.02.2002

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