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| Godsatwork, UlfTone Music, 2001 |
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| Godsatwork, UlfTone Music, 2001 |
| Robert Tijuana |
Guitar, Vocals |
| Marc Praed |
Guitars, Piano, Wurlitzer, Percussion, Vocals |
| Moses Pellberg |
Drums, Vocals |
| Sven "bOOgie" Behrens |
Guitars, Vocals |
| Tom Ivison |
Bass, Piano, Vocals |
| Gäste: |
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| Julia Chard |
Vocals (And A Woman's Touch) |
| Dr. Martin Wah-Wah |
Organ, Piano |
| Jacqui DeLuca, Annette Niermann, Dan Ackmann (THE EVILETTES) |
Evil Vocals |
| Produziert von: Marc Praed, Robert Tijuana |
Länge: 56 Min 52 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Orange Juice | 8. Orchard |
| 2. Cold Outside | 9. Family Song |
| 3. News Tonite | 10. Love You Too |
| 4. Tried | 11. Sally And Johnny |
| 5. Catastrophe | 12. I Don't Believe It Will |
| 6. I Want Everything | 13. Jerk Like Me |
| 7. Jimmy Jimmy Jump | 14. Baby's Not In Love |
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Gemäss einer alten Tradition im Rockbusiness heisst natürlich keiner in dieser multinationalen, in
Norddeutschland basierten Band Cliff Barnes.
Und wenn, hätte er sich umbenannt...wer will schon so heissen wie der Tölpel aus der 80er US-Soap-Opera
"Dallas"? Eben.
Dafür sind die Leute von "Cliff Barnes & the Fear of Winning" offensichtlich aber echte
Spassvögel und das ist ja auch mal was (angenehmes).
Man sehe sich nur mal die Angaben zur Besetzung an. Der Exil-Brite Robert Tijuana und seine Mitstreiter kochen hier
ein ganz eigenartiges Süppchen aus relaxten Rockanleihen, Country, Rhythm'n'Blues, sogar etwas Flower Power und
man glaubt es kaum, leichten Jazzeinlagen.
Die Platte groovt gleich gut los, das macht schon Spass, dann übernimmt ein waschechter Country-Rocker
(Cold outside), beide mit schön schweinischen Slides unterlegt.
Wenn dann das easy dahinschleichende News tonite läuft, fühlt man sich in selige "Green on
Red"-Tage aus der "This Time around"-Phase versetzt, staubtrocken wie die Wüste in Süd-Arizona.
Auch der Gesang ist dem von Dan Stuart zum verwechseln ähnlich.
Mit Tried gibt's einen weiteren Country-Rocker, als ausdrucksvolle Balladen vernimmt man Orchard und
Sally and Johnny.
Einen geilen Reisser hat die Platte mit I want everything, ziemlich einfach gestrickt zwar, klingt wie die
Reinkarnation der countryfizierten Stones Anfang der 70er, gepaart wiederum mit Dan Stuart-Gesang. Und GOR haben ja auch
den Stones-Katalog abgearbeitet, hier schliesst sich der Kreis. Wer bei diesem total entspannt dahingerotztem Song nicht
mitgeht, sollte einen Arzt aufsuchen.
Jerk like me bringt dann die angesprochene Jazz-Anleihe, sehr witziger Text mit Sprechgesang, musikalisch
absolut überzeugend. Livestimmung hier wie auch auf dem letzten Song (obwohl beide nicht live aufgenommen wurden?) -
eine ganze Platte fliesst augenzwinkernd an einem vorbei.
Wer sich mal wieder aus einem "Down" mit Musik hochziehen möchte, liegt hier garantiert richtig. Und das,
obwohl es sich um ein ernsthaftes Projekt handelt. Das hat einfach Klasse.
Die Produktion und auch der Klang sind grossartig, das Ganze wurde in nur knapp zwei Wochen in Osnabrück
aufgenommen - es waren also "Gods at work" - das kann man oder man kann es nicht. Da könnten sich manche
eine Scheibe dran abschneiden. Die CD, die mir vorliegt, hat ein wirklich schönes und aufwendiges Digipack (zweifach
aufklappbar mit allen Texten!). Zugreifen - und sich freuen!
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