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Live On Fire
Live On Fire, 7hard, 2008
Bruno Kraler Lead Vocals, Guitars
Bobby Altvater Guitars, Background Vocals
Juha Varpio Keyboards
Holger Schulten Bass
Dominik Huelshorst Drums
Gäste:
Alex de Rosso Guitars (Julia, Time To Run)
Fredrik Bergh Keyboards (Julia)
Länge: 55 Min 40 Sek Medium: CD
1. It's All Been Done 4 Me8. Take The Trophy
2. Now Dies The Truth9. Hard Working Day
3. Pray 4 The Rain10. Bown Winner
4. No More Promises11. Let Me Be The One
5. La Fonte Dei Sogni12. Time To Run
6. Two Hearts One Weapon13. Julia
7. Castaway

Normalerweise bin ich skeptisch bei Leuten, die mit ihrem Namen musikalisch schon einen auf dicke Hose machen. Wenn der dazu auch nicht sonderlich einfallsreich ist, werde ich ganz grüblerisch, vor allem dann, wenn man den Künstler irgendwie gar nicht kennt. Das klingt dann mehr so nach Promomasche. Genauso ging's mir auch mit BRUNOROCK. Immerhin gibt es schon Rob Rock und der hat bekanntlich die Messlatte sehr hoch gelegt.
Was dann allerdings nach dem Einlegen der CD aus den Boxen perlt, ist allerfeinster Hardrock im Stile von BONFIRE, SHAKRA, GOTTHARD & Co. Auf hohem Niveau wird gerockt und das auch noch live. Nach den ersten 3 Alben hielt man es für an der Zeit, einen Livemitschnitt der "Interaction-Tour" zu veröffentlichen.
Vom Opener It's All Been Done 4 Me bis zum Rausschmeißer Let Me Be The One wird hier amtlich nach vorne gerockt. Scheinbar ist die Zeit ein bisschen stehen geblieben, denn die Veröffentlichung könnte auch gut aus der "Fireworks"-Zeit von BONFIRE stammen, aber nicht antiquiert, was der zarte Einsatz von Loops beweist. Stimmlich kann Bruno Kraler (so der Name des Bandgründers, Sängers & Gitarristen) durchaus mit den genannten Szenegrößen mithalten und in der Band finden sich auch diverse Überraschungen. Trifft man doch am Schlagzeug zum Beispiel auf Dominik Huelshorst, der bereits bei BONFIRE die Felle gerbte, oder mit Juha Varpio einen der Keyboarder, der schon mit Manfred Mann unterwegs war. [Und nicht zu vergessen Holger Schulten am Bass, den jeder halbwegs anständige Münchner aus unzähligen Projekten kennt - angefangen bei der nie mehr übertroffenen CHARLY BRAUN BAND über BOYSVOICE zu den großartigen BALLROOM BONES und seit einiger Zeit BOOGIE STUFF. Red.]
Nachdem der letzte Livesong verklungen ist gibt es noch zwei neue Stücke (Time To Run und Julia), die Appetithappen auf das im November erscheinende Album "War Maniacs" sein sollen.

Bei aller Lobhudelei gibt es aber auch ein paar kleine Randbemerkungen: Warum erscheint dieses Album erst 3 Jahre nach der Tour? Wie bekannt ist der Mann, dass die Crowd dermaßen steil geht oder wurde da etwa nachbearbeitet? Und warum muss sich der Bass teilweise so knarrend und damit negativ in den Vordergrund "wummsen"?
Alles in allem aber eine Scheibe, die Freunden der o. g. Bands durchaus Spaß machen sollte.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 03.08.2008

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