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| Brother Trucker, Trailer Records, 2000 |
| Andy Fleming |
Guitars, Harmonica, Vocals |
| Mike Fitzpatrick |
Lead Guitars |
| Lyle Kevin Hogue |
Bass |
| Brian Atkinson |
Percussion |
| John Conlan |
Drums |
| Gäste: |
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| Dave Zollo |
Keyboards |
| Bo Ramsey |
Guitars |
| Marty Letz |
Pedal Steel |
| Al Murphy |
Fiddle |
| Produzent: Dave Zollo |
Länge: 53 Min 28 Sek |
Medium: CD | |
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| 1. Black Eye | 7. Jake |
| 2. Pleasure And Pain | 8. 40 oz. |
| 3. Too Loose | 9. Loser And The Fight |
| 4. The Day I Was Released | 10. Appalachia |
| 5. About You | 11. Carmella's Wedding Day |
| 6. Razor Wire | 12. Tyler James |
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BROTHER TRUCKER stammen aus dem Herzen Amerikas, genauer gesagt: aus Des Moines in Iowa, das alte S/W Bild auf dem Cover passt perfekt zum Inhalt. Die beiden Schulfreunde Andy Fleming und Mike Fitzpatrick spielen schon seit Jahren zusammen und stellten 1999 ihre Band zusammen. Sie nahmen dann im Jahr 2000 mit dieser Platte innerhalb von nur zwei Wochen ihr Debut auf, manche der Songs hat Fleming schon als Kind geschrieben.
Die Songs drehen sich um bis in's Detail ausgearbeitete Kurzgeschichten und dankenswerterweise werden die Texte mitgeliefert. Hauptsächlich werden die Sorgen und Nöte der gesellschaftlichen Verlierer vertont, es gibt aber auch augenzwinkernde Spässe und Songschreiber Andy Fleming bezeichnet Bruce Springsteen, Tom Waits, Greg Brown, Hank Williams Sr. und seinen Vater als seine lyrischen Einflüsse, musikalisch ist er nach eigener Aussage von Neil Young & Crazy Horse und den Rolling Stones beeinflusst.
Und genau zwischen diesen Koordinaten bewegt sich die Platte, und das auf höchstem Niveau. Für Brother Trucker ist der Song das Wichtigste, dem hat sich alles unterzuordnen und es ist schon erstaunlich, wie die Band manchmal mit minimalen Mitteln maximale Wirkung erzielt. Irgendwelche Selbstdarstellungen, die in letzter Zeit immer mal wieder zu hören waren, sucht man hier zum Glück vergebens.
Nach etwa 10 Sekunden im Opener Black Eye schleicht sich die Gitarre ins Ohr und setzt sich dort fest. Pleasure and Pain lädt mit tollem Rhythmus direkt zum Mitwippen ein.
Die Band setzt viele Instrumente ein und die Balladen sind schön mal mit Pedal Steel oder auch Fiddle untermalt, es driftet aber nie in seichtes Geklampfe ab, dafür sorgt schon die hervorragende Stimme Flemings, es gibt Ausflüge in Richtung Country (Appalachia), die aber »Exile on Main St« näher stehen als Nashville.
Die Band versteht es, Spannung aufzubauen, die dann von den exzellenten Gitarren aufgelöst wird. Natürlich sind auch einige handfeste Rocker vertreten (Razor Wire, Tyler James), die Mischung der Songauswahl kann man nur als gelungen bezeichnen.
Die Produzenten Dave Zollo und Bo Ramsey, die teilweise selbst mitspielen, haben einwandfreie und wirklich professionelle Arbeit geleistet, dass dazu auch hervorragender Klang gehört versteht sich von selbst.
Mit solchen jungen Talenten, die sich sowohl der (Rock-)Tradition als auch der Moderne verschrieben haben und auf handgemachte Musik setzen muss einem um die Zukunft des Rock nicht Bange sein.
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