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CD-Review:
Bowes & MorleyMoving Swiftly Along |
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Welcher Rockfan kennt sie nicht, die legendäre britische Heavy Rock Kapelle THUNDER, die uns in den letzten 14 Jahren einige sehr starke Alben beschert hat. Shouter Danny Bowes und Gitarrist Luke Morley haben sich aber nicht lange auf ihren Lorbeeren ausgeruht und mit "Moving Swiftly Along" ein Gemeinschaftsprojekt veröffentlicht. Sie nennen sich jetzt schlicht und einfach BOWES & MORLEY. Das Album startet absolut furios mit der Soulrock-Nummer Freakshow. Danny Bowes Stimme klingt gut wie noch nie. Luke Morley's Gitarrenphrasen sind vom Feinsten. Dazu gesellen sich rattenscharfe female backing vocals. Die beiden legen die Meßlatte gleich zu Beginn sehr hoch an. Hypnotized startet mit Luke's akustischer Gitarre wie ein brasilianisches Traditional. Doch alsbald übernehmen knackige Bläsersätze und Danny Bowes das musikalische Kommando. Ein weiteres Rockjuwel mit kräftiger Soulnote. Zum Verschnaufen bieten die beiden einige herrliche Midtempo-Balladen wie Don't Take Your Love Away, Something About My Baby und das überragend melodische You're Drifting Away. Hesitate beginnt einschläfernd, entwickelt sich aber nach einer Minute zu einer Soulrock-Orgie der Güteklasse A. Was für Bläser und da ist er wieder, der tolle Damen Chor in den Backvocals. Meine Güte, der Song reißt mich förmlich vom Sofa. "Moving Swiftly Along" ist vom Anfang bis zum Ende ein überragendes Rockalbum
mit der richtigen Prise Soul. Selten habe ich in der letzten Zeit etwas abwechslungsreicheres
gehört. Danny Bowes sang nie besser. Luke Morley's Gitarrenkünste sind excellent. Dazu gibt es reichlich starke Bläser und geniale Backvocals-Arrangements zu hören. Joachim Domrath, (Impressum, Artikelliste), 01.07.2002
Endlich ist es soweit: Die erste CD der beiden Ex-THUNDER Köpfe Bowes und Morley ist fertig! Dazu, ganz kurz, muss ich gestehen, für mich gehört(e) THUNDER zu einer der besten britischen Rock/Hardrock Kapellen der 90er Jahre und Sänger Danny Bowes zusammen mit Gitarrist Luke Morley waren ein Duo wie seinerzeit Paul Rodgers und Mick Ralphs (BAD COMPANY). Wie auch immer, die Band hat sich schließlich doch aufgelöst und nach diversen Soloprojekten haben sich Bowes und Morley Ende letzten Jahres wieder zusammengeschlossen und die Erwartungen, der nach wie vor aktiven, THUNDER-Fangemeinde waren entsprechend euphorisch. Am Bass, übrigens, Ex-THUNDER Chris Childs. Aber zu dieser CD: Die fängt, etwas überraschend, mit einem Piano-Intro an, aber Danny Bowes prägnante Stimme ist doch gleich da und bringt auch etwas Schwung in die Geschichte. Die Bridge trägt die schon bekannten THUNDER-Züge. Freakshow ist eigentlich ein guter Einstieg, lediglich Morley's gewohnte Power-Riffs fehlen etwas und der Song könnte insgesamt mehr Druck vertragen. Also zum nächsten Song, Hypnotized: Was ist jetzt los? POWER OF TOWER, oder was?? Langsam wird's gespenstisch. Auch Something About My Baby ist kein Rocker, sondern 'ne Ballade. Eine Sitar-Gitarre spielt die Melodie und alles kommt etwas lahm daher. Immerhin kann man sich, hier und da, an Bowes' Stimme etwas erfreuen. Hingegen die, überflüssigen, süßlichen, Background-Sängerinnen hätte man sich sparen können. Mmh, Don't Take Your Love Away geht schon wieder so balladenhaft an. Erinnert mich irgendwie an Peter Maffay. Das ist jetzt nicht unbedingt abwertend gemeint, aber der schafft's ja auch nie so'n Rock'n'Roller zu werden wie er immer tut. (Werte ihn ruhig ab den kleinen Sangeszwerg! Die Red.) So, und jetzt: Ja, wer hätt's gedacht, eine funkige Gitarre leitet Dancing The Night Away (nicht Dance The Night Away, der ist von VAN HALEN!) ein. Da haut zwar schon mal eine "Rock-Axt" dazwischen, aber so recht will der "Funk-Ast" nicht brechen. Im Zwischenspiel wird's gar mal jazzig. Irgendwie singt Danny auch mit angezogener Handbremse und die Drums klingen auch nix. Wären die Vorgaben besser, könnte ich mich mit Sicherheit an der Akustik-Mitsing-Ballade You're Drifting Away auch mehr erfreuen. Die ist nämlich gar nicht schlecht. Oh, no! Bitte kein Dreadlock Holiday! Ah, Entwarnung, nur der Anfang klingt kurz danach. Change ist zwar wieder 'ne Ballade, jedoch, trotz der Streicher, durchaus ansprechend. Jetzt war ich eigentlich schon sick and tired, da weckt mich Sick And Tired doch nochmal auf! Bei I'd Take The Stars Out Of The Sky hätte wohl kaum einer was anderes als 'ne Ballade erwartet. Klingt so nach 70er Jahre Midtempo-Soul. Luke Morley streut zwar nochmal einige geschmackvolle Solos, aber dann klingt's langsam aus. Ohne die "Eigentore" wär's ja vielleicht noch ein Unentschieden geworden, aber so ging das Spiel halt doch knapp verloren aus. Lediglich die Leistungen von früher könnten noch eine Verlängerung erzwingen. Epi Schmidt, (Impressum, Artikelliste), 09.07.2002
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