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| The Dynaminds - "Dangerous Blue", Eigenvertrieb, 2006 |
| Van Boogie |
Vocals |
| Sgt. Famous |
Guitar |
| Smokey Lonesome |
Guitar |
| Stixx Choleric |
Drums |
| Doctor Rock |
Bass |
| Produziert von: Paul Grace Smith & The Dynaminds |
Medium: Vinyl-Single |
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| 1. Dangerous Blue | 3. Shit List |
| 2. Sister Anne | |
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| The Flaming Sideburns & Boozed - Split "7, Bitzcore Records, 2006 |
| The Flaming Sideburns: |
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| Eduardo J. Martinez |
Vocals |
| Ski Williamson |
Guitars |
| Peevo de Luxe |
Guitars |
| The Punisher |
Bass, Backing Vocals |
| Jay Burnside |
Drums, Backing Vocals |
| Gäste: |
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| Johnny Volume |
Guitar (Glad To Have You Back) |
| Sami Nieminen |
Organ (Glad To Have You Back) |
| Boozed: |
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| Markus |
Vocals |
| Marvin |
Guitar |
| Tim |
Bass |
| Ugge |
Drums |
| Poni |
Guitar |
| Gäste: |
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| Björn Gaus |
Hammond Organ |
| Kerstin Beltz |
Background Vocals |
| Produziert von: Claus Grabke (Boozed) |
Medium: Vinyl-Single |
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| The Flaming Sideburns: | |
| 1. Lost Generation | 2. Glad To Have You Back |
| Boozed: | |
| 1. Laserlight | 2. Dream On |
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| The Maharajas - "Weekend Sparks", Crusher Records, 2006 |
| Mathias Lilja |
Lead Vocals, Guitar & Organ |
| Jens Lindberg |
Backing Vocals & Guitar, Lead Vocals (Take A Look At Yourself) |
| Ulf Guttormsson |
Backing Vocals & Bass |
| Ricard Harryson |
Drums & Percussion |
| Produziert von: The Maharajas & Stefan Brändström |
Medium: Vinyl-Single |
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| 1. Sometimes I Miss Me | 3. Weekend Sparks |
| 2. Pinned Down | 4. (Take A) Look At Yourself |
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| Boogieman - "Triple Six Blues", I Used To Fuck People Like You In Prison Records, 2003 |
| Hellvis |
Lead Vocals |
| Nikki |
Bass |
| J.J. Scat |
Guitar |
| Tobbe |
Drums |
| Gäste: |
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| Torbjörn Arvidsson |
Cello (Yellow Sea) |
| Gustav Berger |
Piano (In Hell), Organ (Yellow Sea) & Backing Vocals (Satisfaction) |
| Lasse Olausson |
Backing Vocals (14 Pictures) |
| Produziert von: Johan Rieven & Boogieman |
Medium: LP |
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| 1. Red Sleeve (C'mon) | 6. December |
| 2. Satisfaction | 7. Yellow Sea |
| 3. 14 Pictures | 8. Hey Hey Hey |
| 4. In Hell | 9. My Eyes |
| 5. Drown | 10. Infinity |
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Es gibt einen Trend, der an den allermeisten Musikhörern heutiger Tage vorbeigeht. Vor allem im Bereich der so genannten Schweinerocker (Psychedeliker und Stoner mögen an dieser Stelle verzeihen) hat sich die schöne Tradition der Vinyl-Schallplatte wieder etabliert. Ob 7"-Single, EP, LP, 33 oder 45rpm, manchmal sogar mono, in kleinen und feinen Auflagen produzieren Bands und Labels weit abseits von schnödem Kommerzdenken wieder die kleinen schwarzen Scheiben, für die Millionen Rockfans bis Mitte der Achtziger Schlange standen.
Vielleicht können sich ältere Leser noch an die Zeiten erinnern, als man ehrfürchtig und mit spitzen Fingern eine Langspielplatte aus dem Klappcover zog, sie mit dem Pinselchen von Reststaub befreite, einmal mit dem Finger zur statischen Entladung auf die Auslaufrille tippte und dann die sorgsam gereinigte Nadel sinken ließ. Heute muss man zuerst den Plattenspieler entstauben, so er überhaupt noch vorhanden ist, dann erst kann man sich diese Vinyls anhören.
Ausdrücklich sei vermerkt, dass die CD nicht am Untergang der Rockmusik schuld ist, dafür sind die "Manager" schon höchstselbst verantwortlich. Natürlich ist die CD praktischer, länger, Platz sparender, haltbarer und soundtechnisch längst besser als die anachronistische Vinyl-Platte mit ihrem Knistern, Knacken und Springen. Aber das Gefühl. es ist, wenn auch nur unbewusst, sicher bei vielen Menschen immer noch da. Du willst nur den zweiten Song hören? Moment, Maß nehmen, Tonarm langsam nach innen bewegen, absenken. Treffer. Seht her, ICH bin der Rock & Roll-DJ!
Für Generationen war Musik auf schwarzen Platten das Tor in die Welt des Rock & Roll, und wenn heute der Postbote klingelt und anstelle der gewohnten CD-Lieferungen ungewöhnliche quadratische Päckchen mit fragendem Blick abliefert, sagt man ihm grinsend: "Das iss ne Langspielplatte, nicht knicken, das ging schon bei Karl Valentin schief."
Die nachfolgend besprochenen Platten seien allen Junkies empfohlen, auch wenn sie am Ende nur an der Wand hängen und das Musikzimmer schmücken sollten.

THE DYNAMINDS verfolgen wir im Home of Rock nun schon seit gut 4 Jahren. Die Bitburger haben in dieser Zeit ihren Sound kultiviert, haben auf der zuletzt erschienenen CD "Sophisticated Slaves" erstmals mit Produzenten gearbeitet (u.a. Paul Grace Smith von DUMBELL, der auch für diese Single zuständig ist) und frönen weiterhin dem Sixties-beeinflussten Vollgasrock in der Tradition z.B. der STOOGES. Passend dazu findet sich als erste Nummer auf der B-Seite Sister Anne von MC5. Hatte das Original noch über 7 Minuten Länge, haben die DYNAMINDS die böse Schwester auf artgerechte 4 Minuten zurechtgestutzt. Tut ihr gut und nimmt nichts von der Power. Vorne ist Dangerous Blue von "Sophisticated Slaves" drauf und als Rausschmeißer gibt's einen neuen Song. Shit List könnte so was wie der künftige Trademark-Song der Jungs werden. Wilde Fuzz-Gitarre, bestens arrangierte und aufgenommene Drums, perfekter Spagat zwischen 1970 und 2007. Irgendwie kann man sich für solche Musik kaum ein anderes Medium als Vinyl vorstellen. Und wo wir gerade von den STOOGES gesprochen haben, die DYNAMINDS eignen sich bestens für einen direkten Vergleich, denn Iggy hat gerade mit seiner neuen CD "The Weirdness" eine neue Messlatte für "Action-Rock" aufgelegt. So weit drunter hüpfen unsere Burschen aus Germany nicht durch.
Noch eine deutsche Provinzband, die wir seit Jahren mit wachsender Begeisterung verfolgen: BOOZED. "Tight Pants" war Ende 2005 ein echter Kracher und mit ihrer mittlerweile vierten Split-Veröffentlichung legen die ambitionierten Schwerarbeiter punktgenau nach. Nur zwei Songs, die haben aber alles was die Rock'n'Roll-Drecksau braucht.
Laserlight, der Knüller vom letzten Album, eröffnet. Sänger Markus hat hier ein echtes Masterpiece geschaffen. Wer so "over the edge" shoutet, braucht sich vor nichts und niemandem mehr fürchten. Dass nebenbei ein Piano honky-tonkt und die Gitarren einem ein Loch ins Fell brennen, dass eine großartige Background-Fee die Uuuhs und Aaahs mit Geilheitsfaktor 6 stöhnt. alles nur Zugabe zu diesem Klassesong. Dream On ist neu, hat einen Affenzahn drauf und ist ein Bastard aus Boogie und Schweinerock'n'Roll.
Die eigentliche A-Seite dieser Gemeinschaftsproduktion gehört den Finnen THE FLAMING SIDEBURNS. Allerdings ziehen die genau wie in der Vergangenheit auch PSYCHOPUNCH den kürzeren. Zu emotional beeindruckend powern BOOZED ihre Idee von Kraftrock ins Volk, als dass die Skandinavier mit ihrem zweifellos guten Retro-Rock & Roll aus der (tadellos gepflegten) Garage mithalten könnten. Die SIDEBURNS ziehen zwar alle Register, aber man muss kein Hellseher sein, um jetzt schon den ersten Sieger der demnächst stattfindenden gemeinsamen Tour vorherzusagen.
30.03.2007, Hamburg, Knust
31.03., Berlin, Magnet Club
01.04., Leipzig, Moritzbastei
03.04., Köln, Prime Club
04.04., Münster, Tryptichon
05.04., München, Backstage
06.04., Winterthur (CH), Gaswerk
Ein weiteres klassisches Vinyl-Teil bieten THE MAHARAJAS aus Schweden. Stilecht sogar in Mono, was dem Spaß natürlich keinen Abbruch tut. Die Band existiert seit einem guten Jahrzehnt, hat bei uns bisher aber keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, obwohl die Bandmitglieder um Chef Jens Lindberg allesamt ziemlich gestandene Figuren in der schwedischen Retro-Szene sind. Sixties ist bei den MAHARAJAS denn auch das Stichwort. Man könnte jetzt hunderte obskurer Bands aufzählen, nach denen THE MAHARAJAS irgendwie klingen, belassen es der Einfachheit bei einer: THE PIRATES um Mick Green.
4 Songs mit 45 Umdrehungen, herrlich verhallte und offensichtlich mit uraltem Equipment verzerrte Gitarren, breite Chöre, Shaker und satte Ausbrüche, die seinerzeit jeden Toningenieur schrecklich überfordert hätten. Leider leider wird den Herren auch weiterhin nur ein Plätzchen im Untergrund bleiben, zu klein ist die nachgeborene Zielgruppe und zu tot sind die Ur-Fans solcher Sounds. Schade, denn THE MAHARAJAS geben auf dieser schön gemachten Single tollen Geschichtsunterricht.
Zum Abschluss eine Band, die es leider nicht mehr gibt. BOOGIEMAN aus Schweden produzierten 2003 nur diese eine LP, dann war Schicht. Die LP/CD erschien damals beim kleinen Krach-Label "I Used To Fuck People Like You In Prison" aus NRW. Die Boogiemänner hielten sich entsprechend nicht unbedingt mit traditionellem Boogie auf, sondern trümmerten sich durch zwei handvoll Songs aus dem Spannungsfeld Stoner Rock, MOTÖRHEAD und METALLICA. Besonderen Anspruch auf ausgefeilte Kompositionen und Schönklang nahmen die Nordmänner nicht, aber immer wenn's nach vorne ging, dürften sich die Elche in Skandinavien verängstigt ins hinterste Eckchen der Tundra zurückgezogen haben. Mächtiger Druck und böse Gitarren- und Gesangslinien durchzogen die LP und zwischendurch kam gar ein Cello zum Einsatz, was irgendwie apokalyptisch erscheint...
"Triple Six Blues" ist auch vier Jahre nach Erscheinen noch ein Tipp und stellt eine interessante Alternative zu METALLICAs Krachorgien der letzten CD dar. Die LP ist nach wie vor beim Label zu bekommen.
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