HoR Logo kl CD-Review:

Blue County

Blue County

Logo Home-of-Rock
Startseite > CD-Reviews > Blue County > Blue County

Link Homepage:
Offizielle Blue County Homepage
Link Plattenfirma:
Curb Records
Link Kaufen:
Bärchen Records

Unser Disclaimer
Blue County
Blue County, Curb Records, 2004
Scott Reeves, Aaron Benward Lead Vocals & Acoustic Guitar
Gordon Kennedy, Dann Huff, J. T. Corenflos Guitar
Paul Franklin, Bruce Bouton Steel guitar
Mike Brignardello, Glenn Worf Bass
Lonnie Wilson Drums
Tim Akers, Jimmy Nichols Keyboards
Stuart Duncan Fiddle
Jonathan Yudkin Bazouki, Banjo, Mandolin, Strings
Eric Darken Percussion
Produziert von: Dann Huff & Doug Johnson Länge: 43 Min 45 Sek Medium: CD
1. Good Little Girls (3:00)7. Sounds Like Home (3:55)
2. That Summer Song (3:46)8. Nothin' But Cowboy Boots (3:33)
3. That's Cool (3:35)9. Time Well Spent (3:51)
4. Hollywood, California (3:49)10. Ride On (4:19)
5. Sunday Driver (3:50)11. Losing At Loving (2:57)
6. What's Not To Love (2:57)12. Walk On Water (3:567)

Zwölf knackige, jeweils single-taugliche New-Country-Songs, so ein richtiger Vorgeschmack auf den kommenden Sommer, das fällt mir spontan zum Debüt von BLUE COUNTY ein.
Hinter BLUE COUNTY verbergen sich zwei aus dem Schauspielfach stammende, wie Blutsbrüder wirkende, junge blonde Burschen, namens Scott Reeves und Aaron Benward, die sich beim Dreh eines Musikvideoclips kennengelernt haben und seitdem unzertrennlich ihrem bereits vorhandenen Faible für Countrymusik nachgehen.
Beide sehen blendend aus und werden in Zukunft wohl so manches Damenherz zum Zerbrechen bringen.

Schauspieler und Musik, da ist man ja zunächst einmal skeptisch gestimmt. Aber keine Sorge, hier merkt man von der ersten bis zur letzten Note, dass die Jungs was drauf haben. Und da man bei Curb-Records eh keine halben Sachen macht, hat man natürlich Star-Producer Dann Huff und eine ganze Horde von Klasse-Musikern eingebunden, die dem Duo tatkräftige Unterstützung gewähren.
(er lernt es nimmer, unser Cowboy - hieße das nicht besser: "weil Fließbandproducer Dann Huff zwei Minuten Zeit hatte und die restliche Studiomafia grad eh 'zufällig' da war...)

Die beiden Protagonisten selbst glänzen durch spürbaren Enthusiasmus, der das gesamte Werk in erfrischender Weise begleitet, angenehme Stimmen, toll abgestimmte Harmoniegesänge, vorzügliches Akustikgitarrenspiel, sowie auch kompositorische Fähigkeiten.

Zu meinen nur schwer explizit herausnehmbaren Favoriten zählt u.a. der fetzige Gute-Laune-Kracher Good Little Girls mit seinen pulsierenden Drums, heulenden Fiddeln und seinem starken Steel-/E-Gitarren-Duell, der sich bereits zum Chart-Breaker entwickelt hat.
Hollywood California erinnert nicht nur vom Titel her an den EAGLES-Klassiker Hotel California. Ein ähnlich atmosphärischer Aufbau, eine ähnliche Melodie und klasse E-Gitarren nehmen einen ebenso gefangen wie das Stück von einst.
Stück 5 entpuppt sich als humorvolle Hommage an die Gemeinde der Mercedes-Benz-Fahrer mit Hut auf dem Kopf, die vor allem von uns Berufsvielfahrern ja so innig geliebt wird (hier ein paar Fragmente: ...There's an angry crowd behind us and I be his guardian angel for a while, he's a Sunday, Sunday driver, in the middle of my Thursday afternoon...). Lustiger Text, herrlich überdrehte Instrumentierung passend zur Thematik. Stark gemacht!
Das fröhliche energiegeladene What's Not To Love kommt im Stile der HOOTERS rüber.
Nothin' But Cowboy Boots besticht mit solch einer Dynamik, dass einem fast der Hut wegfliegt. Eine typische Dampfnummer, wie sie beispielsweise Travis Tritt, Blake Shelton oder Chris Cagle schon mal zum Besten geben.
Die abschließende Ballade Walk On Water sorgt für ein harmonisches Ende. Klingt wie langsamere Sachen von Billy Ray Cyrus oder SONS OF THE DESERT.

Apropos SONS OF THE DESERT: Wer schon lange auf ein Nachfolgewerk ihrer sensationellen CD "Change" wartet, sollte hier zugreifen. Vieles geht auf diesem Album in diese Richtung, auch Fans von Keith Urban machen hier nichts falsch.

Ein umfangreich bebildertes Booklet (für die Mädels...) in matter Jeansoptik sorgt für den letzten Pfiff. Dicke Konkurrenz für die etablierten Leistungsträger des Genres. Die Namen Aaron Benward und Scott Reeves alias BLUE COUNTY wird man zukünftig in Nashville auf der Rechnung haben müssen.
Coole Scheibe Jungs!

Daniel Daus, (Impressum, Artikelliste), 06.05.2004

Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:
Startseite > CD-Reviews > Blue County > Blue County

 
© Home of Rock 2001 - 2008, Impressum