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The Curse Of Blondie

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The Curse Of Blondie
The Curse Of Blondie, Sony Music, 2003
Deborah Harry Vocals
Chris Stein Guitar
Clem Burke Drums
Paul Carbonara Guitar
Jimmy Destri Keyboards
Leigh Foxx Bass
Länge: 65 Min 29 Sek Medium: CD
1. Shakedown8. End To End
2. Good Boys9. Hello Joe
3. Undone10. The Tingler
4. Golden Rod11. Last One In The World
5. Rules For Living12. Diamond Bridge
6. Background Melody (The Only One)13. Desire Brings Me Back
7. Magic (Asadoya Yunta)14. Songs Of Love

"The Curse Of Blondie" ist eine Rückbesinnung auf alte Werte.
Allerdings nicht auf die Werte, wegen der viele Menschen Deborah Harry ab 1976 geliebt haben. Fetziger Power Pop und frischer New York-Punk'n'Roll. Die Blick geht allenfalls in die frühen Achtziger ("The Hunter") zurück, mehr noch in die mittleren Achtziger, als Debbie mit einigen Solo-LPs annehmbare Hits einfuhr.

Dies ist also nach "No Exit" von '99 der zweite Comebackversuch und selbst ich - als echter Bewunderer von Frau Harry - bin mir mehr als unsicher, ob "The Curse Of" mehr als nur ein klein wenig Aufsehen erregen kann.

Positives:
Nach wie vor ist die Stimme DER Bringer schlechthin.
Die Band um die Urmitglieder Jimmy Destri, Clem Burke und Chris Stein kann in ihren besten/rockigsten Momenten immer noch einen mächtigen "Wall of Sound" aufbauen.
So manche Gitarre rockt verschärft und fegt selbst synthetischste Sounds hinweg.
Magic (Asadoya Yunta) ist einer der schönsten BLONDIE-Songs aller Zeiten. Dezente World Music mit einer wahrlich magischen Gitarre.

Negatives:
Von den 14 neuen Songs sind zu viele schlichtweg langweilig (z.B. End To End) bzw. direkte Totalausfälle (u.a. Hello Joe).
Pop muss nicht Verzicht auf Gitarren und Hinzunahme eines Spinetts bedeuten! The Tingler ist ein Beispiel, wie man es nicht machen soll.
Drummer Clem Burke, den ich früher wegen seiner flinken Trommlerei bewunderte, klingt kreuzlahm oder wird gleich durch einen Computer ersetzt (Diamond Bridge).
Kindische Soundspielereien sind bei einer solchen Stimme unnötig. Wenn ich Blümchen, Nena oder Cher hören will, schalte ich das Radio an.

Neutrales:
Ob man zaghafte Drum'n'Bass-Lounge-Chill Töne hören will, muss jeder für sich entscheiden. Mir gefällt es sogar.
Discosound aus dem Jahr 1982 klingt heutzutage verstaubt und altbacken. Trotzdem irgendwie charmant.

Es ist schön, BLONDIE auch heute noch zu hören. Aber ein wenig mehr Frische und Agilität hätte ich mir gewünscht. Da hilft auch die erotischste Stimme des Universums nichts, 6 oder 7 Treffer von 14 Versuchen sind zu wenig.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 14.10.2003

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