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CD-Review:
Black Label SocietyThe Blessed Hellride | ![]() |
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Grundsätzliches: Der potentielle BLS-Fan weiß, was ihn erwartet, denn da wo BLACK LABEL SOCIETY drauf steht, ist auch BLACK LABEL SOCIETY drin. Genau so ist es auch wieder mit dem neuen Album: Schweinerock ohne Kompromisse mit etwas Metal und Southernrock-Einschlag, dazu die Knüppelklampfen des Zakk Wylde (bürgerlicher Name Jeffery Philip Wielandt) und dessen raue versoffene Stimme. Der bärtige Hüne und Co-Songwriter von Ozzy Osbourne hat wieder einmal ein neues Werk veröffentlicht, welches genau wie die Vorgängerplatten lediglich bei einer kleinen Fangemeinde Beachtung finden dürfte, obwohl es teilweise sehr gute bis hochkarätige Songs sind, ohne Frage, aber das kennen wir ja bereits nicht nur aus dieser Szene. Mitnichten handelt es sich es sich bei diesem Material um Überbleibsel aus Ozzy-Sessions. Die Songs sind auf Zakk und sein Whiskey-Organ zugeschnitten und dürften Stoner- und Doomfans gleichermaßen begeistern. Stoned And Drunk ist mit 5:02 Minuten der längste Track und ist, ebenso wie Doomsday Jesus, ein typischer Wylde-Song, wobei gerade letzterer druckvoll mit sägenden und rumpelnden Gitarren, richtig ordentlich zur Sache geht. Suffering Overdue lädt jeden Banger zum gepflegten Mattenschwingen ein. Eine Nummer, die sofort ins Ohr geht und in seiner Struktur mächtig überrascht. Ich habe das Gefühl, meterhohe Riffs türmen sich vor mir auf. Ein Zakk-Wylde-Wahnsinns-Gitarrensolo gibt dem allen noch die letzte Würze. Wenn man aber jetzt der Meinung ist, es gibt eingeschlafene Füße, so wird man spätestens mit Funeral Bell recht unsanft wieder geweckt, denn ab hier kommt die Einladung zum Höllenritt: Das Album gewinnt wieder mächtig an Fahrt. Kantige, tonnenschwere Riff-Vorschlaghammer werden einem schnörkellos und brachial um die Ohren gehauen, dass es nur so raucht und auch mit Final Solution und Destruction Overdrive fährt der Heavy-Rocker das volle Brett. Sein Markenzeichen, die Lick-Quietscher, beherrscht niemand so gekonnt wie er. Ah, nun wird der Fuß wieder vom Gaspedal genommen und ich werde von der wuchtigen Halb-Ballade Blackened Waters völlig überrollt. Das übliche Gitarrensolo darf natürlich auch hier nicht fehlen und zaubert mir ein breites Grinsen ins Gesicht. Auf dieses Solo hab ich gewartet. Dem Song kann man sich einfach nicht entziehen. Offen gesagt, entweder ich leide wirklich schwer unter meinem Tinnitus-Problem, oder die Stimme des Zakk Wylde ähnelt völlig der des Mr. Osbourne zu seligen BLACK SABBATH-Zeiten, besonders bei We Live No More. Vollendet wird der Hörgenuss schließlich mit Dead Meadow, einer wunderschönen Piano- und Gitarrenballade. Lehnt euch zurück und genießt einfach nur. Ilka Czernohorsky, (Impressum, Artikelliste), 14.05.2003
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