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| Kings Of Damnation, Spitfire Records, 2005 |
| Zakk Wylde |
Vocals, Guitars, Bass, Piano |
| Nick Catanese |
Guitars |
| James LoMenzo |
Bass |
| Craig Nunenmacher |
Drums |
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Länge: 110 Min 39 Sek |
Medium: Do-CD |
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| CD 1: | |
| 1. Losing Your Mind ("Pride & Glory") | 11. Demise Of Sanity ("1919 Eternal") |
| 2. Horse Called War ("Pride & Glory") | 12. We Live No More ("The Blessed Hellride") |
| 3. Between Heaven And Hell ("Book Of Shadows") | 13. Stillborn ("The Blessed Hellride") |
| 4. Sold My Soul ("Book Of Shadows") | 14. The Blessed Hellride ("The Blessed Hellride") |
| 5. Bored To Tears ("Sonic Brew") | 15. Crazy Or High ("Hangover Music Vol IV") |
| 6. Bleed For Me ("1919 Eternal") | 16. House Of Doom ("Hangover Music Vol IV") |
| 7. TAZ ("Sonic Brew") | 17. Takillya ("Hangover Music Vol IV") |
| 8. Counterfeit God ("Stronger Than Death") | 18. Doomsday Inc. (unreleased) |
| 9. Stronger Than Death ("Stronger Than Death") | 19. SDMF (unreleased) |
| 10. Speedball ("1919 Eternal") | |
| CD 2: | |
| 1. No More Tears ("Sonic Brew") | 7. Come Together ("Pride & Glory") |
| 2. Whiter Shade Of Pale ("Hangover Music Vol IV") | Videos: |
| 3. Heart Of Gold ("Alcohol Fueled Brewtality Live!!") | Counterfeit God |
| 4. Snowblind ("Alcohol Fueled Brewtality Live!!") | Stillborn |
| 5. The Wizard ("Pride & Glory") | Bleed For Me |
| 6. In My Time Of Dyin' ("Pride & Glory") | |
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Mein Gott! Er ist der "Riff Lord"!! Mein Gott? Sollte man nicht besser sagen: Alle Dämonen, seid mir in Luzifers Namen gnädig und lasst den Riff Lord nicht böse werden, wenn er liest was ich über ihn sage. Über ihn, den Riff Lord, den kleinen Mann mit dem mühsam aufgepappten Image des ewig evil drinkin' mothafuckin' kinderfressenden headbangin' Heavy Metal Superstar mit von Zeit zu Zeit völlig irren Anwandlungen, speziell auf beleuchteten Bühnen natürlich. Und erst das Outfit, oh weh, da baumeln Totenköpfe an überdimensionierten Eisenketten, die Kutte sieht aus wie des Mopedfahrers from Hell, die Haare und der Blick sind wirr, als ob er grade aus einem Meeting mit seinem Urmenschenhöhleneinrichtungsberater käme und überall sind gar unchristliche Tattoos zu sehen. Blutrote oder schwarze. Und wenn er den Schlund aufmacht um zu singen... Das Ende ist nah!
Den Titel "Riff Lord" vergab ganz ernsthaft der englische Metal Hammer an unseren kleinen Freund Zakk Wylde. Noch Fragen? Wenn man sich den ganzen blödsinnigen Metal-Kram wegdenkt, bleibt einfach nur ein ausgezeichneter Gitarrist, der das große Glück hatte, in jungen Jahren von Ozzy in dessen Band geholt zu werden. Und weil Ozzy bekanntlich öfter mal mit seinen Vampirfreunden mit dem Kopf nach unten in einer finsteren Gruft an der Decke hängt und für mehrere Monde nicht ansprechbar ist, hat Zakk-Bub seit Jahren immer mal wieder eine Soloscheibe aufgenommen und ist auch ab und an getourt und hat das eigene Böse verkündet. Eine Band hat er dazu auch und die nennt sich BLACK LABEL SOCIETY und ist fast genau so böse wie der Chef, nur noch etwas kleinwüchsiger, damit die Fans auf jeden Fall wissen wer der Chef ist.
Jetzt gibt es eine Zusammenfassung der Jahre 1998 bis 2004 in schicker Aufmachung mit neunzehn eigenen Nummern (inklusive zweier bisher unveröffentlichter - verständlich, angesichts der Langweiligkeit dieser beiden Songs), drei Videos und acht Coversongs aus den regulären Alben, hübsch verteilt auf zwei CDs mit dem Namen "Kings Of Damnation". Riff Lord, verzeihe mir mein Kopfschütteln angesichts dieses überaus bezeichnenden Albumtitels.
Ganz am Anfang seiner Solokarriere machte Zakk Wylde eine Platte unter dem Bandnamen PRIDE & GLORY und die wurde als Southern Rock beworben. Keine Ahnung, wie dieses Missverständnis zustande kam, eventuell trank Zakk zu dieser Zeit gerne Southern Comfort und irgendwer hat sich deswegen bei der Promo vertan. Reichlich viele Southern Rocker müssen nach der Einfuhr des Albums verstört gewesen sein angesichts der gehörten Töne. Mit Dixie, Van Zant'scher Mama- oder Ch. Daniels'scher Heimatduselei und dem lieben Gott (anstatt eines Links gibt es an dieser Stelle einen ausgestreckten Finger nach oben) hatte die Scheibe wenig zu tun. Merke: Zünftiges Dobrogeklimper und ein Mundharmonika-betriebenes The Wizard von BLACK SABBATH machen noch kein Cowboy-kompatibles Barbecue der Volksmusik.
Noch schlimmer erschrocken haben sich die Freunde der südstaatlichen Unterhaltung sicher beim nächsten Album "Book Of Shadows", einem unter eigenen Namen, und mit der ersten BLACK LABEL SOCIETY Biestigkeit "Sonic Brew" war die Lassoschnur endgültig geplatzt. Brachialmetal der ganz derben Sorte und Zakk Wylde endgültig als Opfer des Unaussprechlichen. God bless you, dachten sich die Jünger der Rebelflag und überließen den armen Kerl fürderhin den sowieso geistesschwachen Metalfans. Blöd gelaufen und Chance für mehr als das Bejammern längst vergangener Zeiten vertan, denn BLACK LABEL SOCIETY haben sich in den Jahren zu einem astreinen Monster entwickelt.
Wenn man sich den ganzen blödsinnigen Metal-Kram wegdenkt (mir ist, als ob ich das schon mal gelesen hätte), schmeißen B.L.S. dermaßene Betonplatten aufs demütige Publikum, dass sich mancher regelrecht verkackte Tag bei ohraler Verabreichung der CDs zum guten Ende doch noch mit einem dämonischen Grinsen verabschiedet und man wunderbar ausgepowert ins Bettchen steigt, um von hemmungs- und tabulosem Kuschelsex mit Barbie und/oder Ken zu träumen. Lemmy hat das auch drauf und manchmal funktioniert es bei SLAYER oder METALLICA. DAS ist wahre Größe im Heavy Metal!
Wenn (wenn, wenn, wenn die Banane nicht krumm wäre) Zakk sich dieses aufgesetzte Gegrunze in manchen Situationen sparen könnte (er kann ja halbwegs vernünftig singen, siehe die Cover von Whiter Shade Of Pale, auch wenn er wie Joe Cocker auf Entzug klingt, oder Come Together, nur mit Plant hätte er sich nicht einlassen sollen), wenn er ein wenig mehr Sorgfalt in die Kompositionen seiner Alben legen würde und wenn er auf den einen oder anderen all zu plakativen Guitarhero-Gimmick verzichten könnte, dann wäre er einer der ganz Großen. Diese mit Bedacht ausgewählte Compilation hat kaum einen Mangel und deshalb: Tipp für alle bisher Unbeleckten!
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