Discographie:
1980 - A Tale of the Tape
1981 - Don't Say No
1982 - Emotions in Motion
1982 - The Hottest Night of the Year
1984 - Signs of Life
1984 - Rock Me Tonight
1986 - Enough Is Enough
1989 - Hear & Now
1991 - Creatures of Habit
1993 - Tell the Truth
1995 - 16 Strokes
1995 - The Greatest Hits
1996 - King Biscuit Flower Hour [live]
1996 - Reach for the Sky: The Anthology
1998 - Happy Blue
1998 - Best of Billy Squier
2000 - Live
2001 - Hits You Remember: Live
Quelle: All Music Guide
1984 - Live and more (Japan-Pressung):
She's a runner - Listen to the Heartbeat (Live)
Everybody wants to - The stroke - In the dark
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| Tell the Truth, Capitol Records, 1993 |
| Billy Squier |
Guitar & Vocals |
| Jeff Golub, Matthew Smith, Steve Conte |
Guitar |
| Carmine Rojas, Laura McDonald, Lonnie Hilyer, Mark Clarke |
Bass |
| David Palmer, Tony James, Bobby Chouinard |
Drums |
| Chuck Kentis |
Organ, Keyboards & Synthesizers |
| Alan St. John |
ARP, Piano, Synthesizer |
| Jim Yaeger |
Synthesizer |
| Mike Chapman |
Psycho-Synth |
| Produzent: Mike Chapman |
Länge: 60 Min 52 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Angry (4:30) | 7. Stranger to myself (5:52) |
| 2. Tryin' to walk a straight line (4:06) | 8. The girl's alright (4:10) |
| 3. Rhythm/(A bridge so far) (7:02) | 9. Break down (4:48) |
| 4. Hercules (4:43) | 10. Not a color (5:14) |
| 5. Lovin' you ain't so hard (5:19) | 11. Mind-machine (4:00) |
| 6. Time-bomb (6:58) | 12. Shocked straight (4:08) |
| All Songs by Billy Squier |
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Billy Squier zählt seit vielen Jahren zu meinen Lieblingen, sechs LPs und zwei CDs besitze ich seit ihrem
jeweiligen Erscheinen. Der AMG listet 14 Alben auf, jedoch nicht meine Live & More-EP aus Japan mit fünf
Titeln von 1981 bis 1983. Bei CDNow sind immerhin noch sieben von den vierzehn zu haben, und dies zu $ 6.89 bis $ 13.49.
Neulich ist mir nun im Second Hand-Laden sein '93er Werk in die Hände gefallen, und dies auch noch zu
günstigen 14.90 Mark. Für mich eine große Freude, und diese möchte ich mit meinen
Mit-Schreiberlingen teilen, weshalb ich die CD in den Crosscheck geschickt habe.
Dass Billy Squier nicht zu den unbekannten Musikern zählt, kann jeder, der es will, beim All Music Guide
nachlesen. In Deutschland hat er aber nie den Bekanntheitsgrad erreicht, wie in den USA - it's the same old story.
Schade, denn wer ehrliche Rockmusik mag, ist bei Billy Squier immer gut aufgehoben.
Jedes Album für sich enthält abwechslungsreiche Musik, wenn man mehrere kennt, gibt es fast zu
jedem Song Vorläufer und Nachfolger. Wenn es jemand negativ ausdrücken möchte und sagt, "er
wiederholt sich ständig", kann ich nicht widersprechen, und will ich auch gar nicht, denn solange sich ein Musiker
so wiederholt wie Billy Squier, darf er das von mir aus bis an sein Lebensende.
Billy Squiers Stimme klingt manchmal (vor allem bei den Balladen, von denen es selten mehr als eine pro Album
gibt) nach Rod Stewart und auch Robert Plant (wegen der Höhe). Dies wird klar, wenn man "Lovin' you ain't so
hard" hört. Es könnte fast auf "Every Picture tells a Story" sein: Wunderschöne Akustikgitarre, dazu
leise ein Dobro-Bottleneck-Solo, ein Akkordeon (oder ist es ein Synthesizer - im Booklet steht "Chuck Kentis, all else")
eine Orgel - und ein Ohrwurm-Refrain.
Da schicke ich einen Rocker in den Crosscheck, und dann stellt sich heraus, dass mir bei dieser CD mit gerade mal einer
echten Ballade und einem weiteren getragenerem Song (Time Bomb), die Ballade am besten von allen gefällt.
Billy Squier ist also Singer/Songwriter und spielt ausgezeichnet Gitarre. Mich interessieren immer die Gitarren.
"Live & More" hilft da gewaltig weiter, denn auf einem Bild ist der Meister im Kreise seiner Gitarren zu sehen: Zwei
Telecaster, zwei Stratocaster, eine Les Paul und zwei weitere, die mir auf Anhieb nicht mit Namen bekannt sind. Auf
"Tell the Truth" klingen die Gitarren so satt, dass ich dem Bildchen im Booklet folgen möchte, das eine Standard
SG (in seinen Armen) zeigt.
So auf "Angry", dem Opener. "Angry" steht für den Hard-Rocker BS. So sollte ein deftiges Stück Rock
im Mid-Tempo dargeboten werden. Die Begleitgitarre klingt nach Whitesnake zu ihren besten Zeiten,
sie betont Rhythmus und Breaks zusammen mit den Drums, das Solo saust über alle Saiten, ein kleines bisschen
zuviel an Demo. Der Refrain unterbricht die Power, die vorher erzeugt wird. Auf Anhieb könnte ich dies negativ
bewerten, aber ich denke, Billy weiß genau, dass die Spannung nicht über viereinhalb Minuten gehalten
werden kann. Und so unterbricht er absichtlich mit einem seiner typischen Ohrwurm-Refrains.
Für Billy Squier steht der Song im Vordergrund. Wenn dieser ein hartes Solo braucht, dann hat er es, passt
die Orgel besser, dann spielt sie es. Es ist nicht zu überhören, dass er mit der Gitarre komponiert. Immer ist
sie das führende Instrument, spielt die einführenden, und den Song tragenden, Themen, aber immer
abwechslungsreich, und fast nie klingt sie gleich. Und die Refrains kann fast jeder beim zweiten Mal mitsummen/singen,
sie sind immer zündend.
Die meisten Songs bewegen sich im Mid-Tempo, es gibt jede Menge Breaks und Soli.
"Tell the Truth" scheint mir zwar nicht Billy Squiers Meisterwerk zu sein, aber nach Gegenhören älterer
Alben fällt es, wenn überhaupt, nur wenig ab. Für den "Hard Rock-Liebhaber" schlechthin ist vieles zu
zahm und melodiös, für den Boogiefreund zu langsam. Aber für den großen Rest ist es sehr gut
geeignet.
Note 2.
Werner Saumweber, (Impressum, Artikelliste), 03.06.2001
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Adelina:
Heute legt Fred eine CD ein und ich denke mir: "Hört sich gut an".
Auf's Cover geschaut - Billy Squier. Oh, ich muß eh noch meinen Senf für den Crosscheck dazugeben. Also Stift in die Hand und zuhören.
(Der Rest der Redaktion kommt beim zuhören auch ohne Stift aus...Die Red.)
Wie gesagt - kommt gut an. Kleiner Ruck nach unten bei Song 5. Ich mag eigentlich gerne Balladen, aber dieses Lied ist nicht unbedingt meins. Wenigstens heute nicht. Das 6. enttäuscht mich aber auch. Was ist los? Vielleicht doch nicht in Stimmung für langsame Lieder?
Uff, beim 7. noch mal die Kurve gekriegt. Es rockt wieder mehr. Klingt teilweise seltsam, aber ok.
Der Rest rückt meine Meinung über Hr. Squire wieder zurecht. Insbesondere Break Down gefällt mir sehr. Die CD darf doch öfter laufen.
Als Note, sagen wir mal: 2-. Um eine Steigerung zu haben, wenn bessere Sachen kommen.
P.S.: Kann mir jemand erklären, was ein "Psycho-Synth" ist (Lied 11)? Hört sich gefährlich an.
Daniel:
Von Billy Squier war mir bisher nur das Stück Nobody Knows, enthalten auf irgendeinem Sampler, bekannt, das ich sogar musikalisch recht schön fand.
Abgeschreckt hatte mich jedoch der eunuchenhafte Gesang, und so blieb es dann auch bei diesem einmaligen Erlebnis.
Jetzt kam doch noch mit reichhaltiger Verspätung, Werners Crosscheck-CD bei mir an.
Eine solide Rockplatte, die sich nahtlos in meine Sammlung einreiht. Beeindruckt hat mich die chamäleonartige Wandlungsfähigkeit seiner Stimme, die ich manchmal mit Bon Scott, Eric Clapton (Nr.5),
Jimmy Barnes (Nr.6) und anderen, irgendwie schon bekannten, mir auf der Zunge liegenden, aber nicht einfallenden Künstlern assoziiere. Ein paar Riffs klingen ein bisschen nach AC/DC.
Meine Favoriten die Ballade Break Down und das knackige Not A Colour.
"Tell The Truth" ist aus meinem Blickwinkel mit Keltner einer der bisherigen Höhepunkte der sich im Umlauf befindlichen Werke, hinter John Miles natürlich...
Note 2
Fred:
Billy is fishing for a hit. Das tut er seit seinem Klassiker The Stroke und das wird er bis ans Ende seiner Tage tun.
Mal sind seine Platten besser, mal schlechter. Nie wirklich neu oder originell, aber manchmal recht überraschend und angenehm. Diese Platte gehört zu seinen guten und überraschend angenehmen. Er hat selten kräftiger gerockt, selten weniger Weichspüler verwendet und nicht oft so schöne Balladen hingekriegt.
Wie üblich klaut er sich durch die Rockgeschichte, klingt mal nach Led Zeppelin, mal nach Whitesnake und mal nach Rod Stewart (übrigens das schönste Lied der Platte).
Das ist Mainstream Rock der guten Sorte. Gefällt mir, weil es die in dieser Musikrichtung üblichen Negativmerkmale weitgehend außen vor lässt. Eine astreine 2.
Heidi:
Um's gleich zu sagen, "Tell the Truth" gefällt mir recht gut.
Das ist ein Album, das man mit ruhigem Gewissen immer mal wieder in den Player stecken kann. Billy Squier rockt angenehm vor sich hin, auch die Balladen sind ganz nett. Alles in allem läuft die Scheibe ohne besondere Höhen oder Tiefen durch, nichts Neues oder Spektakuläres, langweilt aber deswegen noch lange nicht.
Und weil der Billy grade mal so die Kurve kriegt, für meinen Geschmack nicht zu mainstreamig zu sein, bekommt er von mir eine glatte 3.
Manni:
Wurde diese Platte tatsächlich 1993 produziert? Klingt als wollte man nicht einsehen, dass die 80er vorüber waren. Die CD bietet einige recht eingängige Rocker, davon aber zu wenig, so dass es insgesamt für mich ein eher langweiliges Werk ist. Von Billy Squier hab' ich schon (viel) besseres gehört.
3-
Martin:
Billy Squire hat Rockgeschichte geschrieben: 1981 landete er mit seinem zweiten Album Don't say no und der zugehörigen Single The stroke einen Riesenhit, der auch heute noch zum Standardrepertoire eines jeden halbwegs seriösen Rock-DJs gehört.
Der Schatten von The stroke war aber so gewaltig, dass alles was Billy Squire danach in Angriff nahm, unbeachtet blieb. So kennt kaum jemand sein superbes Album Signs in life und seinen vielleicht stärksten Song Rock me tonight.
Das 93er-Album Tell the truth bezeichnet Billy persönlich als sein stärkstes Werk, doch mit dieser Ansicht dürfte der Guitarhero aus Boston relativ alleine da stehen.
Tell the truth wirkt uninspiriert und beschränkt sich vornehmlich darauf, altbekannte, abgedroschene auf Mainstream getrimmte LED ZEPPELIN-Klischees wiederzukäuen. Die Songs zünden nicht, verfügen über keine griffigen Hooklines und erreichen nie auch nur halbwegs das Niveau früherer Alben.
Keine Frage, technisch kann man Billy auch dieses Mal nicht an den Karren fahren, trotzdem ist Tell the truth nur was für Komplettsammler. Mich lässt die Scheibe kalt.
4.
Ralf:
1979 startete B.S. seine Solokarriere mit "Tale of the tape" und seine Art, wie Robert Plant zu singen, war dabei sicherlich sehr hilfreich. In den USA hat er es in der Folgezeit zu gewissem Erfolg gebracht, während er in Europa mit seinem zusammengeklauten Hard Rock/Pop Crossover weitestgehend unbeachtet blieb. Immerhin ist "Tell The Truth" eines seiner besseren Alben (IMHO), klingt mal nach AC/DC oder Sting und natürlich nach Zep, trotzdem werde ich es wohl auch in Zukunft mit dem gemeinen Europäer halten. Eine "Tale of the Tape" im Schrank muss reichen.
Note 4.
Ulli:
Billy hatte es schwer mit mir, denn zum einen kommt diese Art der Musik ein paar Jahre zu spät an meine Ohren und die gewohnte Art des intensiven Hörens einer Check-Platte, nämlich während dem Autofahren, führte erst mal zu einer Drei.
Gleich eingeschlagen - auch im Auto - haben die Tracks 1,3,5 und 6. Aber Billy Squier muss doch zu mehr fähig sein. Also rein in den heimischen Player und etwas am Volume Regler gedreht und siehe da, nun ist es eine Zwei geworden.
Satte Rocksongs, Stimme und Gitarre der besseren Kategorie und kein Durchhänger auf dem Album. Das alles gepaart mit einer adäquaten Lautstärke macht dann richtig Freude und die Zweierwertung fällt leicht.
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