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Ultimate Tribute

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Ultimate Tribute
Ultimate Tribute, Lion Music, 2003
Björn Lodin Vocals
Thomas Larsson Guitar
Weine Johansson Bass
Ian Haugland Drums
Gast:
Patrik Johansson Additional Vocals (Samurai)
Produziert von: Björn Lodin Länge: 55 Min 27 Sek Medium: CD
1. Kill The King (Blackmore/Dio/Powell)7. She (Coronel/Simmons)
2. Rock Candy (Carmassi/Church/Hagar/Montrose)8. Love Child (Bolin/Coverdale)
3. Beggars Day (Lofgren)9. Mississippi Queen (Laing/Pappalardi/Rea/West)
4. Never Say Die (Butler/Iommi/Osbourne/Ward)10. Solid Gold Brass (Conolly/Priest/Scott/Tucker)
5. Samurai (Bonnet/Glen/Schenker)11. Riff Raff (Young/Young/Scott)
6. Freedom (Hendrix)12. The Rocker (Bell/Downey/Lynnot)

Du kriegst sie nicht tot. Unkaputtbar. Kaum hat man sich damit abgefunden, dass die Welt regiert wird von Instant-Wisch-und-weg-Zappelphillip-Kapellen und kein Hahn mehr nach echter Musik kräht, steigen irgend welche Typen in den Ring und tun es wieder. Und wieder und wieder...
In diesem Fall der Schwede Björn Lodin, der mit seinem "Projekt" BALTIMOORE seit 1989 bereits 5 CDs veröffentlicht hat, aber nie wirklich aus dem Knick kam. Lodin wurde mal bei KROKUS als Nachfolger von Marc Storace gehandelt, mal hat er mit dem Saitenungeheuer Nicolo Kotzev (der unerträgliche bulgarische Fiedler) gearbeitet, mal schmiss er eine unmotivierte "Best of Baltimoore"-CD auf den Markt. Typischer Fall von "immer da aber nie tatsächlich wichtig".
Jetzt hat er sich mit Langzeitpartner Thomas Larsson (Guitar, s.a. Glenn Hughes) und Dauertrommler Ian Haugland (EUROPE, BRAZEN ABBOT, Glenn Hughes u.s.w.) zusammen getan und eine Compilation eingespielt, die ich persönlich - würde ich mir eine "Best of 70ies-Cruisin' down the highway"-CD zusammenstellen - ganz genau so machen würde: Einfach ein Dutzend Klassiker auswählen, Gitarre einstöpseln, Keyboarder rausschmeißen, Fläschchen Whisky schnappen und ab die Post.

Kill The King ist ja nun 25 Jahre alt und Blackmore zum verstockten Zausel mutiert. Aber der Song rockt in der BALTIMOORE-Version dermaßen, dass er wie neu klingt. "Assault Attack" von MSG war nie mein Favorit, schon wegen Graham Bonnet nicht, dennoch klingt Larsson auf Samurai wie der legitime Schenker-Erbe. Sehr stark!
She von KISS, Never Say Die von SABBATH, The Rocker von LIZZY, alles auf dieser Scheibe hat Hand und Fuß, wenig Innovation selbstverständlich, aber es rockt und macht einfach Spaß. Selbst eine Nummer von Jimi Hendrix wird nicht sinnlos totgenudelt, sondern knackt.

Björn Lodin ist keine Sanges-Nachtigall, im Gegenteil, seine Stimme ist flexibel wie das Langzeitgedächtnis von Ozzy, dafür schreit und kräht er mit vollstem Einsatz und nur ein mal wünscht man sich den Originalsänger, bei Rock Candy von MONTROSE nämlich. Sammy Hagar ist eben nicht zu übertreffen. Ansonsten spielt es kaum eine Rolle, Leslie West und Brian Conolly waren auch nie Hardrock-Pavarottis und bei den anderen Songs macht der Elan die jeweils fehlende Front-Stimme locker wett.

Riff Raff schreit The Rocker und ab dafür. Geile Party-Scheibe!

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 01.12.2003

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