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Doin' You Nasty

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Doin' You Nasty
Doin' You Nasty, Smilodon, 2006
Dani Vocals & Guitars
Jon Guitars
Marty Bass & Vocals
Swaint Drums & Percussion
Gäste:
The Duke Of Honk Organ (Jaded Heart & Slip Away)
Mia Coldheart Vocals (Louder & Proud)
Haninge Cheerlite Background Vocals (Drop The Bomb)
Eva Karman Reinhold Background Vocals (Crack Of Dawn)
Produziert von: Lars Mårtén & Babylon Bombs Länge: 38 Min 35 Sek Medium: CD
1. Jaded Heart7. Starstruck
2. Louder8. Drop The Bomb
3. Crack Of Dawn9. Gotta Move On
4. Let It Loose10. Proud
5. Hometown Hero11. Withe Trash Beauty
6. Slip Away12. Moonshine Beat

Der Veröffentlichungswahn hat inzwischen Dimensionen erreicht, die jedes Magazin und vor allem jeden Käufer vollkommen überfordern. Immer mehr wird produziert, gerade in den momentan vermeintlich hippen Bereichen, Scheu vor schlechten Releases hat inzwischen offenbar gar keiner mehr, täglich, beinahe stündlich erreicht uns DIE neue Sensation und 99,x% dieser CDs gehen unter. Da können die Kollegen anderswo und wir schreien wie wir wollen, kaufen kann all das kein Mensch mehr. Leider, leider, leider versacken so auch echte Genre-Perlen, wie zum Beispiel die erste CD der schwedischen BABYLON BOMBS, "Cracked Wide Open And Bruised" aus dem letzten Jahr. Da half die gute Presse nicht, die zustehende kommerzielle Anerkennung blieb aus. Aber die vier explodierten Handbesen legen nach und ferkeln uns mit "Doin' You Nasty" gleich noch mal die CD-Player voll. Recht so!

Damit dieses Thema erledigt ist: The Duke Of Honk von den DIAMOND DOGS ist natürlich wieder dabei und Mia Coldheart von CRUCIFIED BARBARA schreit auch mit. Außerdem kommt die umtriebige Eva Karman Reinhold von der Plattenfirma zu Gehör (ohne solche Typen könnte die Musikszene sowieso einpacken), produziert hat diesmal Lars Mårtén und alle Songs sind selbstverfasst. Ach ja, bevor wir es vergessen: BABYLON BOMBS spielen Rock & Roll.

Der Rock & Roll der BABYLON BOMBS ist wie eine Frischzellenkur. Glammig, sleazig, bluesig, sexy, louder, harder, faster, herzerfrischend authentisch, besser als bei den allermeisten anderen Kapellen der Gattung gespielt und maximal ins Bein gehend. "Doin' You Nasty" besteht beinahe ausschließlich aus hart rockenden Ohrwürmern.
Riff-Rock'n'Roll der allerbesten Sorte, grandiose Hooks (hört mal Jaded Heart, sowieso ein potentieller Fetz-Hit, Louder, Hometown Hero etc. und singt nicht mit - geht nicht), kaum eine Sekunde unmotiviertes Punkgeschrammel wie bei etlichen anderen Elchbands (Drop The Bomb und Gotta Move On sind die einzigen Punk-Granaten), und über allem noch eine Hymne, die AEROSMITH so in den letzten 20 Jahren nicht mehr hinbekommen haben, auch wenn Perry natürlich die noch coolere Gitarrensau ist - Slip Away hat alles was ein Smasher braucht. Zu allem Überfluss dann noch das Zwei-Gitarren-Boogie-Spektakel White Trash Beauty und der Highspeed-Rocker Moonshine Beat, mehr braucht ein junger Mensch nicht zum Bier.

Dem einen oder anderen mag eventuell die ach so wichtige Portion Gossendreck und/oder Heavyness abgehen. Mir ist eine anständig gespielte Slide und echtes Feeling für den guten alten und für immer modernen Rock & Roll wichtiger.
Ein Meilenstein des 2006er Jahrgangs!

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 13.04.2006

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