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Smilodon

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Cracked Wide Open And Bruised
Cracked Wide Open And Bruised, Smilodon, 2005
Dani Vocals & Guitars
Jon Guitars
Mart Bass & Vocals
Swaint Drums & Percussion
Gäste:
The Duke Of Honk Organ & Piano
Lasse Karlsson Slide Guitar (Every Dog Has Its Day)
Fredrik "Ludde" Lundberg & Jens Ivarsson Additional Vocals
Produziert von: Babylon Bombs & Fredrik "Ludde" Lundberg Länge: 28 Min 57 Sek Medium: CD
1. Let's Roll7. Every Dog Has Its Day
2. Superstar8. So Cruel
3. Lady Deny9. Low, Broke & Pissed
4. Crucify10. Do You Think About Me?
5. Delirious11. Something For Nothing
6. Get In The Ring

Bier, Autos, Motorräder, Frauen... Rock & Roll. Wer jetzt sagt, der Reviewer sei ein Proll, hach ja, mich interessieren Autos und Bikes doch nicht die Bohne. "Come on people, stand up and shout, we're gonna make it all thru the night... 'cause all we wanna do is rock & roll".
In welch Gassenschänken-fernen Gefilden muss man leben, wenn einem beim leibhaftigen Honky-Tonk Piano des Duke of Honk nicht der Hosenknopf aufgehen und die Beiner ganz automatisch in die Boogie-Ausgangsstellung wuppen würden? Ja sind wir denn hier beim Weltjugendtag mit dem Heuchler vor dem Herrn mitsamt sektifizierten Jubel-Schwammköpfen oder reden wir Klartext? Los jetzt, wir machen es die ganze Nacht und hören dazu Rock & Roll!

BABYLON BOMBS heißen diese neuen Schweden und der Kollege Schmidt wird mich hassen, weil ich ihm diese Band weggeschnappt habe. Und Leser wird mich hassen, weil ich jetzt nicht all die anderen Schweden-Schweinerocker aufzähle, mit denen man B.B. in Verbindung bringen könnte. Weil warum? Weil all diese Bands aus der guten alten Tradition des Hardrock'n'Boogie (plus ein paar Punk-Einflüsse und ein Schuss Glam und ein Spritzer von jenem und diesem) kommen und weil jeder Vergleich so richtig wie falsch wäre. Wir reden hier von der Band BABYLON BOMBS und die sind grade in diesem Moment so einzigartig, wie es jede Band ist, die eine krachende CD veröffentlicht und den Hörer vom feinsten unterhält.

Rock'n'Roller, Du schreist nach Hilfe, wenn die Gitarre im rechten Kopfhörer dieses süchtig machende Riff spielt, die andere Gitarre links den gemeinen, von den FACES stammenden Ramtatam-tatam-Rhythmus rausrotzt (oder ist der von den QUIREBOYS oder von AC/DC oder gar von Chuck Berry?) und dazu das Piano einen geschwinden Boogie hämmert.
Eine wunderbare Headbang-Hymne gibt es mit Low, Broke & Pissed, da grinsen sämtliche NWOBHM-Bands mitsamt dem irren Nuge aus den Löchern, und der wahre Lover wird sich einen Dreck drum scheren. Er wird Spaß haben.

Zwei relative Langweiler haben es auf die CD geschafft. Crucify und Do You Think About Me? geben aber einfach nur die Gelegenheit zum durchatmen und neues Bier holen oder pinkeln gehen. Gleich danach packt einen wieder der Herr Rock und die Frau Roll am Schopf. Gnadenlos, unwiderstehlich, grenzenlos exzessiv, mit kreischenden Gitarren und fliegenden Haaren - nein, keine Katzenhaare.
Die Babylonier bomben dahin wo's weh tut und lassen keine alte Wunde aus, egal ob sie nun MÖTLEY CRUE oder KISS oder MOTT THE HUMBLE PIE heißt. It's only Rock & Roll, that's why we love it. Hanoi rocks, Babylon bombs!

Männers, Mädels und Möchtegerns, wenn ihr nicht auf ganz ganz dreckigen, wenngleich altmodischen Heavy-Boogie steht, lasst einfach die Finger von dieser Band. Allen anderen wird einer abgehen. Versprochen!

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 19.08.2005

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