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CD-Review:
Antonio Faraò & Bob BergFar Out |
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Antonio Faraò ist längst kein unbeschriebenes Blatt mehr in der heutigen Jazz Szene. Herbie Hancock zählt sich zu seinen größten Fans. "Far Out" ist sein aktuelles Album. Und der Opener Seven Steps To Heaven
ist seine eigene Interpretation des Hard Bop-Klassikers von Miles Davis. Die Trompete wurde gegen das Saxophon von Bob Berg getauscht. Ansonsten kommt der Song stimmungsmäßig ähnlich faszinierend aus den Boxen wie das Original. Andalusia mit seinen fast zehn Minuten schreitet ebenfalls auf den Pfaden des
Hard Bop und die vier Musiker liefern sich einen faszinierenden Schlagabtausch.
Bob Bergs Saxophon klingt dynamisch und sehr facettenreich. Eine gelungene Symbiose aus Wayne Shorter und dem leider kürzlich verstorbenen Harold Land. Highlights aus Cat Steps sind wieder die begeisternden Soli von Antonio
und Bob. Ein melodischer Leckerbissen, der auch Nicht-Jazz-Fans gefallen
dürfte. Das folgende, wunderschön entspannte, Fields zeigt einen Antonio Faraò, der auch das defensive Pianospiel locker beherrscht. Wer immer schon wissen wollte, wie man auch bei extremen Tempo nie die Melodie aus den Augen verliert, sollte sich One Way anhören. Ein feines Meisterstück von wuchtiger rhythmischer Explosivität. "Far Out" ist ein hochmelodisches Jazz-Album, vollgepackt mit intensiven instrumentalen Leistungen und musikalischen Emotionen. Die vier Musiker spielen wie aus einem Guß. Eine traurige Nachricht am Rande: Bob Berg verunglückte im Dezember 2002 tödlich. Insofern ist "Far Out" auch sein Vermächtnis.
Joachim Domrath , (Impressum, Artikelliste), 31.01.2003
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