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Caution, It Rocks!

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Caution, It Rocks!
Caution, It Rocks!, Point Music, 2005
Janet La Rose Vocals, Percussion
Paul Etterlin Guitar, Vocals
Urs Furrer Drums
Marco Meniconi Bass, Vocals
Thomas "Faetze" Küng Keyboards, Vocals
Länge: 39 Min 37 Sek Medium: CD
1. Gonna Get You7. Wintersong
2. Into The Night8. I Feel You
3. Caged9. Desert Bloom
4. Died Inside10. If I Needed You
5. I'll Try11. Substitute
6. Maybe

Mann, Mann, Mann. Immer wieder tun sie es, diese Plattenfirmen, und lassen ausgerechnet mich Bands mit einer Frau am Mikrophon besprechen. Wo sie doch wissen, dass ich dann sofort hin, her und weg bin und objektive Verrisse gar nicht mehr möglich sind. Ja, und wieder bin ich reingefallen, wieder sitz ich fasziniert vor der Heimhöreranlage und wieder fällt mir nix böses zu der Scheibe ein.

Diesmal haben wir es, einmal mehr, mit einer Band aus der Schweiz zu tun. Die Frau am Stimmband kennt der eine oder andere sicher aus der Formation ALLISON, den Gitarristen eventuell von den WILD HEARTS.
Armer "Musical Director" Paul Etterlin, im Mittelpunkt bei ANGELHEART steht natürlich Janet La Rose. Da hilft alles Können nichts, der schreibende Voyeur kapriziert sich wenigstens bis Track #9 auf die blonde Sängerin. Desert Bloom wird nämlich ausnahmsweise von einem Kerl gesungen, ich vermute, dass es sich um Gitarrero Etterlin handelt.

Hatte ich vergessen zu erwähnen, um welche Musik es sich handelt? Wie konnte das passieren? Nun gut, ANGELHEART machen maximal eingängigen Melodic Rock mit Ausrutschern in kräftigen Hardrock mit Bluesroots und einem Hang zu radiotauglichen Pop-Nummern.
Wie sag ich es meinen Kindern? Das Zeug geht mir in 10 von 11 Fällen runter wie eine gut geölte Tonleiter (zu frischem Blattsalat und Bergkäse...).
Das Gaspedal wird nicht all zu oft durchgetreten, dafür stehen wirklich tolle Melodien im Vordergrund. Die notwendige Grundhärte ist fast immer vorhanden und sogar leicht metallische Töne sind z.B. in Died Inside zu hören.
Auffallend sind die Gitarrenlinien, da muss sich Paul Etterlin wahrlich nicht vor internationaler Konkurrenz fürchten. Wie gehabt bei dieser Musik, es kann nicht neu sein, alles schon gehört, aber ANGELHEART verpacken es wirklich höchst angenehm und so, dass sogar der offensichtliche Stairway To Heaven-Klau in Wintersong charmant klingt.

Wenn überhaupt, dann könnte man an der Produktion etwas auszusetzen haben. Aber was soll man heutzutage als Band noch machen, wenn man sich nicht in den Ruin stürzen will? Man benutzt eben die zur Verfügung stehenden technischen Heimarbeitsplatzmittel. Da kann ich mir einen organischeren Schlagzeugsound wünschen solang ich will, (ehemalige?) Millionäre wie David Lee Roth klingen mit ihren aktuellen Produktionen unvergleichlich schlimmer.

Ich weiß nicht, ob es eine besondere Bewandtnis hat, dass zwei Kapellen aus der Schweiz den alten CLOUT-Hit Substitute covern (die verblichenen HANG LOOSE nämlich ebenfalls), auf jeden Fall passt die Nummer wie die Faust aufs Auge zu dieser schön rockenden Mainstream-CD.
ANGELHEART sind sicher eine gute Alternative/Ergänzung zu SHAKRA, den anderen Schweizern.
Ach ja, das Cover gefällt mir gar nicht.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 10.12.2004

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