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| Songs For Bright Street, Wildflower Records, 2006 |
| Amy Speace |
Vocals, Acoustic Guitars, Mellotron |
| James Mastro |
Acoustic & Electric Guitars, Mandolin, Baritone Guitar, Organ, Mellotron, Piano |
| Matt Lindsay |
Bass |
| Richard Feridun |
Guitars, Banjo, Dobro, Lap Steel |
| Jagoda |
Drums |
| Gary Louris |
Harmony Vocals |
| Soozie Tyrell |
Violin |
| David Jackson |
Hammond B-3 |
| Skip Crevens |
Pedal Steel |
| Cliff Eberhardt |
Harmony Vocals |
| Produziert von: James Mastro |
Länge: 53 Min 49 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Step Out Of The Shade | 8. Dreaming |
| 2. Water Landing | 9. Row Row Row |
| 3. Not The Heartless Kind | 10. Right Through Me |
| 4. Two | 11. Can't Find A Reason To Cry |
| 5. Shed This Skin | 12. Double Wide Trailer |
| 6. The Real Thing | 13. Home |
| | 7. Make Me Lonely Again |
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Da haben wir doch mal wieder eine feine Überraschung. Amy Speace, derzeit in New York beheimatet, gelingt mit ihrem zweiten Album "Songs For Bright Street" ein gewaltiger Schritt heraus aus dem Schattendasein. Ein absolut überzeugendes Singer-Songwriter/Roots-Rock, kurzum Americana-Album, dass mit wohltuendem Abwechslungsreichtum, großartigen Musikern und wunderbar ausgefeilten Texten brilliert. Wobei sich Kollege James Mastro als Sidekick, der gleich als Produzent, Co-Autor und versierter Gitarrist auftritt, eine Menge Bonuspunkte verdient. Speaces lyrische Eleganz, der Erfindungsreichtum ihrer fein gewählten Metaphern verbindet sich auf überzeugende Art mit der Kunst ihrer Begleitband THE TEARJERKS, jedem der 13 Songs ein anderes Gesicht zu verleihen. Langeweile gerät hier natürlich zum Fremdwort.
Amy Speace, die sich als junge Erwachsene während ihrer Studienzeit schon als Schauspielerin versuchte und sich in Off-Broadway-Produktionen und etlichen Independantstreifen präsentierte, profitiert nun offenbar auch auf der musikalischen Bühne von ihrem wandelbarem Talent. Sie schlüpft insbesondere mit ihrer kräftigen Gesangsstimme in unterschiedliche Rollen und lässt sich von ihren Musikern innerhalb der diversen Genrefelder adäquat unterstützen. Da geht's von verhaltenen Popanleihen bis hin zum glasklar vorgetragenem Countrysong.
Da trifft man in Step out of the shade auf griffigen Roots-Rock, wo sich diverse akustische und elektrische Gitarren um das pluckernde Banjo wickeln, einer Gina Villalobos nicht unähnlich. Das sachte Water landing gleitet in gediegener Rosanne Cash/John Leventhal-Manier dahin, während das anschließende, aufmüpfige Not the heartless kind mit zwei wild verzerrten Slide-Gitarren für klare Fronten sorgt. Die träumerische, süß-verzärtelte Ballade Two lebt von ihrer schönen Melodieführung, der mitfühlenden Fiddle und dem angenehm verständnisvollen Harmony-Gesang des allseits beliebten Gary Louris (THE JAYHAWKS). Einen weiteren männlichen Gaststar lädt sich Amy für die Country-Folk-Weise Row row row ins Boot und beweist, dass sie auch zur markant männlichen Stimme eines Cliff Eberhardt einen ebenbürtigen Counterpart spielen kann.
An anderer Stelle (Right through me) klingt Amy Speace, als könne sie durchaus mal eine Urlaubsvertretung für eine der drei TRES CHICAS anstreben, während sie bei Shed this skin eher an die junge Maria McKee zu Zeiten ihres "I'm Gonna Soothe You"-Albums anknüpft. Ich sagte ja bereits, eine sehr wandlungsfähige Stimme, und eine Künstlerin, die man unbedingt im Auge behalten sollte. Dicke Empfehlung.
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