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| Profiled, Eigenvertrieb, 2005 |
| Adam Joad |
Vocals |
| Martin Verry |
Guitar |
| Nikee Verry |
Bass |
| Pete Pace |
Drums |
| Produziert von: 286 |
Länge: 17 Min 40 Sek |
Medium: EP |
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| 1. Profiled | 4. Dark Carnival |
| 2. 68' | 5. Record Store Prophets |
| 3. Broken Peace | |
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Immer wieder verblüffend, dass aus Los Angeles bis heute musikalische Straßenköter zuhauf kommen. Ok, die hier kommen zur Hälfte ursprünglich aus Argentinien, aber nach Tango klingen sie deswegen noch lange nicht. Ganz im Gegenteil, neben zig anderen Einflüssen meint man mit 286 die MÖTLEY CRÜE des dritten Jahrtausends zu hören. Allerdings deutlich besser als die Glam-Asseln vor 25 Jahren. Schade, dass es nur zu einer 5-Track Demo-EP gereicht hat, denn von den Gebrüdern Verry und Kreischhals Adam Joad könnte man sich gut und gerne die dreifache Menge geben.
"High Energy Roots Rock And Roll" machen 286 gemäß eigener Aussage - und man kann das so stehen lassen. Vor allem, wenn man High Energy betont und Roots und Rock & Roll korrekt begreift: Als Roots und Rock & Roll eben. Die Roots des gemischten Vierers liegen irgendwo zwischen MC5, NEW YORK DOLLS, AEROSMITH, SEX PISTOLS, AC/DC, besagten CRÜE und anderen Vollgas-Selbstmördern der letzten drei Dekaden. Rock & Roll ist übrigens das kleine Stückchen Dreck, wovor uns die Spießer/Kirchen/Eltern/Moralisten auch heute noch warnen sollten. Dann ging's dem alten Herrn Rock nämlich besser und wir könnten uns wieder wie etwas ganz besonderes fühlen und müssten unsere Tage nicht mit Hausfrauenbefriedigern verbringen. 286 sind der neue Hausfrauenschreck!
286 sind nicht sexy, sie sind geil. 286 machen Lärm, schwitzen und riechen streng, sie sind von und auf der Straße und wollen nicht erst dorthin zurück wie gewisse Armani-Rocker. Und vor allem sind 286 eine ausgewachsene und ernstzunehmende Band mit beachtlichem Können.
Eine Boogie-Knüppelorgie wie das abschließende Record Store Prophets hat man seit den allerbesten Zeiten von ROSE TATTOO nicht mehr gehört, was Martin Verry allerdings dabei auf der Gitarre veranstaltet, hat J. Perry-A. Young-T. Nugent-Format. Profiled ist Power-Sleaze mit unbestechlicher Punk-Attitüde, 68' ist DER Heavyrock-Kampfsong des Jahres, Broken Peace stampft seine Message ins Hirn und Dark Carnival ist ein böses Geschoss, das von Ray Bradbury ("Fahrenheit 451") beeinflusst ist.
286 sind also nicht im geringsten eine dumpfe Sauf'n'Rauf-Prügelkapelle, es steckt Anspruch UND Spaß dahinter. Yeah, that's cool!
Wie gesagt, wirklich schade, dass es nur ein 18-Minuten-Quickie ist. Hoffentlich kommt da bald viel mehr über den Teich.
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