HoR Logo kl Blindflug:

Ulla Meinecke

Edith Hallberg (Leserin), Joachim Domrath (Redaktion)
Logo Home-of-Rock
Startseite > Blindflug > Ulla Meinecke > Blindflug März 2005
Link Homepage:
Offizielle Ulla Meinecke Homepage
Link Kaufen:
www.amazon.de
Link Plattenfirma:
SPV
Link Promotioncompany:
The Berliner - Büro Michael Schöbel

Unser Disclaimer

Du liebe Zeit, das war eine schwere Geburt. Unser zweiter HoR-Blindflug ließ länger auf sich warten als gedacht. Zum einen lag es an Krankheit (die Grippe ging bekanntlich um), zum anderen an unüberwindlichen beruflichen Verpflichtungen, die neben einem Spaßprojekt wie unserem "Blindflug" natürlich Priorität genießen.
Ulla Meinecke Doch nun, Herrschaften, folgt die Fortsetzung einer, wie ich meine, absolut grandiosen Idee unseres werten Kollegen Martin Schneider - der Blindflug: 10 Songs, ohne Bekanntgabe der jeweiligen Interpreten mit der einher gehenden Bitte an die drei Beteiligten, völlig unvoreingenommen ihre Kommentare abzugeben. Daß sich die großartige deutsche Sängerin und Interpretin Ulla Meinecke zum Mitraten bereit erklärte, ehrt und freut uns sehr. Ulla beweist einmal mehr, daß sie zu empfindsamen Beobachtungen in der Lage ist. Danke.

Unsere Leserin Edith Hallberg die sich zunächst einmal freute, mit Ulla Meinecke in einem Atemzug genannt zu werden, machte sich das Leben offenbar selbst schwer, indem sie ihr gleißendes wortschöpferisches Licht zunächst unter den Scheffel stellte, um im Nachhinein, nach anfänglichem nervösen Zaudern, eine Wortperformance hinzulegen, die sich aber sowas von gewaschen hat... Alle Achtung!
In Wirklichkeit ist Edith Hallberg natürlich Schriftstellerin, nehme ich an... sie schrieb mir in einer E-Mail etwas von einem Artikel, der Eingang in die "Encyclopedia of African-American Culture and History" finden wird und auf den Titel "The Black Experience in the Americas" hört. Die große Unbekannte
Ein riesengroßes Dankeschön, Frau Dr. Hallberg!

Joachim Domrath Unser lieber Kollege Joachim Domrath nahm's mit der Gelassenheit des alterprobten Rezensenten eher sportlich und ärgerte sich offenbar über seine geringe Trefferquote beim wiederbelebten Spiel "Erkennen Sie die Melodie?" Ätsch, Joachim!
Allen Beteiligten hat es eine Menge Spaß bereitet, alle fühlten sich zurecht herausgefordert und alle drei nehmen den einen oder anderen wertvollen Plattentipp mit nach Hause und erweitern so hoffentlich ihren musikalischen und emotionalen Horizont. Und ich, als Verantwortlicher für die 10-Song-Zusammenstellung, hab mich diebisch gefreut, daß niemand auch nur einen einzigen Interpreten identifizieren konnte. Danke, ihr lieben Leute.
Herzlichst,

(Frank Ipach)

RAY LaMONTAGNE - Forever My Friend
aus dem Album "Trouble" (2004)

Trouble Ulla Meinecke: Angenehme Stimme, guter Gesang, schwammige Mischung.
Die erste Zeile ist schon mal gut: "Who am I to tell her..."
Vielversprechend, hat mir allerdings ein bißchen zu viel "großen Überblick".
Edith Hallberg: Die Stimme dieses sanften, leicht melancholischen Troubadours, der vielleicht noch mehr aus sich herausholen kann, als er in diesem Song von sich hergibt, verführt einen Moment lang dazu, an Ryan Adams oder Stephen Stills zu denken, sie ist aber dennoch einzigartig. Man bekommt den Verdacht, ein bisher unbekannter Background Sänger von CSN&Y hätte sich zum ersten Mal solo ge-outet. Sein Timbre ist leicht sandig, aber trotzdem sanft und klar, auch in den höheren Tonlagen.
Die rockige Singer-Songwriter-Komposition verströmt kuschelig warme "good vibes" bei einfacher Melodik. Den gut arrangierten Instrumenten - Akustik-Gitarre(n), Bass, Mundharmonika - wird viel Platz eingeräumt. Besonders hervorzuheben sind dabei die durch Drums erreichten Folk-Akzente, die nicht einmal den unerwartet am Ende eingesetzten Streichern in die Quere kommen.
Ähnlich wie bei Norah Jones fühlt man sich durch die Einfachheit und die anscheinende Aufrichtigkeit der Gefühle sofort in den Bann des Songs oder des Sängers gezogen. In beiden Fällen möchte man dem Künstler Sensibilität und Verletzlichkeit zuschreiben, aber auch die Stärke, es alleine durchzuziehen, wenn die Suche oder die Wunschträume unerfüllt bleiben.
Der Song dürfte die Emotionen und Bedürfnisse von Leuten in ihren Mittzwanzigern ansprechen, die bereits erste Enttäuschungen erlebt haben und nun, wenn sie sich denn wieder binden wollen, auf Werte wie spirituelle Erfüllung, dauerhafte Freundschaft und Vertrauen setzen. Forever My Friend ist mein Favorit der Blindflug-Sammlung. HER mit dem Album oder noch besser: HIN zu einem Live-Konzert.
Joachim Domrath: Das fängt ja gleich verrückt an. Ich kenne den Kerl. Mit Sicherheit steht eine LP (keine CD) von ihm in meiner Sammlung. Eine wunderbar schöne und relaxte Nummer. Stephen Bishop ist es nicht. Cole Tate? Nee... das liegt viel weiter zurück. So einer aus der Rubrik Jon Pousette, DART oder AMERICA. Laßt Gnade walten und gebt mir wenigstens 4 Auswahlmöglichkeiten wie beim Jauch.

SHELBY LYNNE - I'm Alive
aus dem Album "Identity Crisis" (2004)

Identity Crisis U.M.: Sehr gut. Die Stimme kriegt mich sofort. Interessanter Text. Gutes Sprachgefühl. Dringlichkeit in der Erzählung. Refrainzeile ist toll "Cause I'm alive...". Spielt sie selbst Gitarre? Groovt sehr beherzt. The beauty and the beast.
Gefällt mir sehr!
E.H.: Ein origineller und erfrischender Song, für Melancholiker und Gejagte. Gedanken wie "living isn't worth the fear of dying" reihen sich an Satzfetzen über Schmerz und Frust. Die Sängerin trägt in einem emotionslosen Ton vor, der sehr cool und distanziert, zuweilen zynisch wirkt. E- oder Slide-Gitarre erzielen interessante Soundeffekte. Wenn der Song überhaupt noch in die Country-Ecke fällt, dann in New Country, also ein bißchen weniger Lucinda Williams und eine Prise mehr Aimee Mann. Geographisch ausgedrückt, I'm Alive klingt wie der Titelsong für ein Road-Movie, das nicht im heißen Süden endet (à la "Easy Rider"); dies ist vielmehr der Solo-Trip einer Thelma oder Louise, die vor sich selbst in Richtung Norden flieht, wo sich ihr kaltes Herz und ihre heißen Gefühle in der einsamen Stille des Polarkreises verlieren können.
J.D.: Joni Mitchell meets Bonnie Raitt am LA Airport. Keine Ahnung. Der Song geht, obwohl er rein akustisch vorgetragen wird, wunderbar in die Beine. Das groovt ungemein und die Lady hat eine verführerische Stimme. Die würde ich gerne mal komplett hören Herr I. aus E.
Toll die instrumentalen Arrangements.

WALT WILKINS - Priviliges Of Youth
aus dem Album "Mustang Island" (2005)

Mustang Island U.M.: Amtlicher Sound. Routiniert -> denn sie wissen, was sie tun. Aber ich weiß nicht so genau. Text ist intelligent, berührt mich aber nicht, tut mir leid. (Sagt sicher mehr über mich als über die Band)
E.H.: Selbst ein Marlboro Mann kommt mal ins Grübeln. Dieser bittersüße Country-Klassiker mit seinem schönen, gleichmäßigen Rock-Beat ist eine Hymne an die Jugend und "the privileges of youth" mit einer einleuchtenden Message: die Zeit der großen Freiheit "on the road" ist - auch für eine Handvoll abenteuerlustiger Cowboys - schneller vorbei, als man denkt, und dann holt einen der Alltag ein; der perfekte Song für Feierabend-Träume. Da bleibt nur noch eins: Harley Davidson starten... oder ab ins Auto, Fenster herunterdrehen, das Haar im Wind wehen lassen, mit diesem Song bei voller Lautstärke auf dem Highway Richtung Horizont und dann immer geradeaus.
J.D.: Dieses Nümmerchen klingt auch irgendwie nach "den hab ich schon mal gehört".
Wieder so ein Rootsrocker mit Gehörgängefestsetzungsprädikat. Ein kompliziertes Wort für eine unkomplizierte Musik die einfach nur klasse klingt. Harmonie pur. Von der Aufmachung her könnte es Jimmy LaFave sein. Aber der singt ganz anders.

ELENI MANDELL - I've Been Fooled
aus dem Album "Afternoon" (2005)

Afternoon U.M.: Schöne Stimme, Süßigkeiten. Sehr nah. Bin an dieser Person interessiert. Würde gerne mehr hören. Andere Farben? Hat was wehrloses.
E.H.: Das Motto dieses Songs könnte sein "the lady has got the blues", wenn die Lady nur eine Spur von "Soul" hätte. Es ist eine langsame, ruhige Country-Ballade, mit wenig Instrumental-Einsatz, von einer Betrogenen und ihren schmerzlichen Verlust von Hoffnung und Vertrauen. Der Stimme fehlt es teilweise an Substanz in den höheren Tonlagen; sie klingt zu dünn für das, was sie sich vorgenommen hat, so daß die Gesangsdarbietung den Zuhörer vor allem mitfühlen läßt, ob die Trauernde das Ende des Songs erleben wird. Wenn dann Keyboard oder Orgel einsetzen, macht plötzlich alles Sinn: Man befindet sich in einem Gospel-Trauergottesdienst, in dem eine große Liebe zu Grabe getragen wird, denn "a kiss was a lie".
Wenn man der Stimmung des Songs in seine Abgründe folgen möchte, ist es Zeit für eine Runde Sixpacks - von Taschentüchern.
J.D.: Oh nein. Die Lady verfügt über die Art von Stimmchen, wo sich meine Brillenbügel verbiegen. Ein ganz schönes Zurechtgeeiere in den Tonlagen mit etlichen Behelfsschleifen im Gesang. Schnell weiter, will gar nicht wissen wer das ist...
[Welch sprachliche Perfektion, wo sich die Redaktion schier krümmt...]

GABRIEL GORDON - Easy With You
aus dem Album "Gypsy Living" (2003)

Gypsy Living U.M.: Angenehm zu hören. Sehr gekonnt, erinnert mich an STEELY DAN. Interessiert mich nicht so sehr. Einladend, aber für mich nicht anziehend (vielleicht ändert sich das bei anderen Liedern?).
E.H.: Du kommst zum ersten Mal an einem grauen Sonntagnachmittag in eine fremde Stadt, in der nicht viel los ist, und blickst zum Fenster in Deinem Motelzimmer hinaus: Dein Blick durchdringt den Regen, denn Du verfolgst die eigenen Gedanken und nicht das, was draußen passiert. Und wenn Du am Ende eines langen nachdenklichen Augenblicks wieder in die Wirklichkeit des trostlosen Zimmers zurückkehrst, weißt Du nicht mehr, ob es draußen geregnet, geschneit, Sonnenschein oder einen Orkan gegeben hat, denn der Regen plätscherte die ganze Zeit nur unauffällig vor sich hin und hörte dann einfach auf. Dieses Feeling stellt sich beim Anhören von Song Nr. 5 ein.
J.D.: Ja den Jungen kenn ich doch. Bloß woher? Das Stück ist bekannt. Toller Sänger mit Soul in der Stimme. Der müßte sich auf einem Sampler (Rolling Stone?) befinden. Oder ich kenn den Song aus einem Film. Das macht mich ganz affig. Muß passen.

KELLY WILLIS - What Did You Think
aus dem Album "Easy" (2002)

Easy U.M.: Gute Stimme, ich höre sofort zu. Das sind erfahrene Leute. Sie singt angenehm, sie erzählt, ich sehe Szenen. Arrangement ist klasse. Die Stimme hat Platz, kann sich ausbreiten. Guter Harmoniegesang.
"What did you think I've been waiting for all night..." gute Zeilen. Makes me smile! Gerne mehr!! Schöne Atmosphäre.
E.H.: Diese hübsche, romantische Ballade könnte es jederzeit mit Country-Lady Allison Moorer und ihrem Hit A Soft Place to Fall aufnehmen, der in der herzensbrechenden Saloon-Tanzszene im Neo-Western "Der Pferdeflüsterer" zu Soundtrack-Ehren und -Ruhm gelangte. Nr. 6 ist die perfekte Wahl für Leder- und Jeans-Fetischisten, die unter der rauhen Schale einen weichen Kern verbergen und beim Anblick von Robert Redford ganz schnell dahinschmelzen.
Die klare Stimme der Sängerin verzichtet auf special effects und nicht erreichbare Höhenflüge. "One more breaking heart is broken" ist sicher nichts Neues im wilden Westen, doch der klassische Country-Herzschmerz - "Sie" soll "Ihn" trösten, weil "Er" von einer anderen enttäuscht wurde - wird glaubhaft vorgetragen. Man spürt beinahe den Angorahaarpulli, dessen Schulter Trost verspricht. Sofern der nicht pastellfarben ist, könnte Nr. 6 mein zweiter Favorit auf der Blindflug-Sammlung sein.
J.D.: Wieder so ein Song, der jeden Metal Freak in den Wahnsinn treibt. Deanna Carter - ne, von der hab ich alles. Außerdem kiekst diese Lady ein bißchen in der Stimme, wie Lee Ann die sich reimt. Entspannter Good-Feeling Country/Folk. Sehr schöne perlende akustische Gitarre.
Vielleicht Kasey Chambers???

ARTHUR DODGE - Creature Of The Night
aus dem Album "Room #4" (2004)

Room #4 U.M.: Gut gemacht, erinnert mich an Randy Newman, den ich liebe. "I'm a creature of the night, won't you let me in?" Bin nicht sicher. Nee, heute nicht.
Gut, aber es erreicht mich nicht. Nicht meine Baustelle.
E.H.: Dieser Song über eine "Creature of the night" wirkt in den ersten paar Akkorden ein wenig retro, baut dann aber - sofern man sich hineinziehen läßt - langsam seine eigene Atmosphäre auf, mit Anklängen an die lasziv-surrealen Kultklassiker "Rocky Horror Picture Show" oder "From Dusk Till Dawn".
"If you hear me now knocking on your front door, would you let me in?": Der Liebende/Suchende wird zum Stalker, der um das Haus stolpert. Das kann entweder bedrohlich oder ein amüsantes Spiel sein. Die verspielt wirkende Melodie, Background Vocals und Piano scheinen die Bedrohung zu brechen. Ein witziger Song, der es in sich hat, da er mit unserem Verlangen, Aufmerksamkeit zu erregen, einerseits und der Angst vor Voyeurismus andererseits jongliert.
J.D.: Die beste Nummer auf dieser musikalischen Flugschau. Die Aufnahme hat auf jeden Fall schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Arrangement und Produktion klingen mehr nach 70er Jahre als nach Neuzeit. Der Song und der Gesang erinnern mich an Jess Roden und seine Band. Da will ich aber mehr von hören - bitte bitte...

AMERICAN MUSIC CLUB - Myopic Books
aus dem Album "Love Songs For Patriots" (2004)

Love Songs For Patriots U.M.: Ein einsamer aufmerksamer Junge. Ist schon gut.
[An dieser Stelle einen Szenenapplaus für Frau Meinecke! Großartig!! 7 Worte ersetzen ein Buch. Red.]
E.H.: Okay, warum nicht mal was anderes, Minimalismus in der Pop-Musik? Ein Anti-Song mit einer tollen Akustikgitarre. Am Anfang solo, dann gesellen sich allmählich mit jeder Strophe weitere Instrumente, Drums usw. dazu, während der distanziert und emotionslos klingende Minimalgesang mit der immer gleichen Tonfolge und Silbenzahl mantra-artig weitergeht.
Spätestens beim Refrain "Maybe the worst is over" merkt man jedoch, daß hinter der simpel wirkenden Fassade mehr steckt. Mit anderen Worten, das ist einer der Songs, bei dem man schnell auf Repeat drückt, um herauszufinden, was man beim ersten Anhören verpaßt hat.
Wenn man dann genau hinhört, wird der Vers "what really kills me is I'm only lonely when I talk to you" zum Schlüsselerlebnis: Dies ist ein schöner und zugleich trauriger Song über die Einsamkeit in Gesellschaft von anderen Menschen, denen ihr eigenes Image alles und der jeweilige Gesprächspartner nichts wert ist.
J.D.: Depressives Gedöns in trauriger Leonard Cohen Manier. "That makes me happy" singt das Bübchen. Mich macht das aber auf keinen Fall happy. Der Tränen-Troubadur sagt seinen Text mehr auf, als das er in singt. Läßt sich nur mit einer doppelten Dosis Extasy ertragen. Schnell weitergeflogen.

ME AND CASSITY - Misunderstood
aus dem Album "Between Wake And Sleep" (2004)

Between Wake And Sleep U.M.: Schön, sehr präsent. Die Person kommt durch die Stimme. Schöner Song. Wenn ich weiter hören könnte, würde ich die Platte entweder sehr mögen, oder der atemreiche Gesang würde mich irgendwann nerven.
Kann ich nicht sagen.
E.H.: Es ist, als hätte man den Song schon tausend mal gehört, aber immer kurz bevor einem der Name der Band einfällt, entweicht er ebenso wie die monotone Softrock-Melodie mit der immer gleichen Akkord-Folge.
Zugegeben, diese Interpretation ist womöglich wie das Thema des Songs, "misunderstood". Im Blindflug bei geschlossenen Augen ist dieser Sound vielleicht im weiteren Umfeld von John Mayers Your Body Is A Wonderland anzusiedeln.
Das Trompeten-Instrumental am Ende verleiht dem Song eine jazzige Qualität, die in angenehmer Erinnerung bleibt.
J.D.: Allein das akustische Gitarrenintro ist den ganzen Song wert. Das sind Holländer - auf jeden Fall. Wenn nicht Holländer, dann vielleicht eine amerikanische Rootsband à la ... WILCO??? Denn die können es nicht sein. Wenn ja, dann fehlt mir eine Aufnahme in der Sammlung. Track 9 ist mit ganz oben auf meiner Bestenliste.
Auch sehr schön durchsichtig produziert. Und die glasklare Trompete ist das musikalische I-Tüpfelchen. Auch davon mehr mehr mehr...

GINA VILLALOBOS - California
aus dem Album "Rock 'N' Roll Pony" (2005)

Rock 'N' Roll Pony U.M.: Ein Haufen Gitarren! An denen die Sängerin entlang singt. Hab sie irgendwann gleich zu Anfang verpaßt. Kriege immer nur "California" mit. Ist mir zuviel.
E.H.: Eigenartige Mischung, die irgendwo zwischen den kornbewachsenen weiten Ebenen des Mittelwestens und der West Coast stecken geblieben ist. Die ersten paar Akkorde mit Slide- und Akustikgitarren klingen wie "classic country". Beim Einsatz der langgezogenen Töne der rauchigen Stimme der Lead-Sängerin stimmt man sich auf einen (Hard-)Rocksong ein. Vergeblich.
J.D.: Ganz klar Susan Lofton. Allein das Timbre in der Stimme. Oder doch Vivian LaSalle mit ihrem Titelsong aus der TV-Serie "O.C. California"?
Jetzt hab ich es. Die Devane Sisters in voller Aktion.
Herrje. Ein schönes Lied, aber ich habe keine Ahnung, wer das ist. Die obigen Ladys sind natürlich reine Erfindungen. Das erinnert mich an eine weichgespülte Sheryl Crow. Auf jeden Fall gefällt es mir.

Frank Ipach (Craving Hands), (Impressum, Artikelliste), 17.03.2005

Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:
Startseite > Blindflug > Ulla Meinecke > Blindflug März 2005

 
© Home of Rock 2001 - 2008, Impressum