HoR Logo kl

Auf musikalischer Schatzsuche

Ein Streifzug durch die MP3-Welt

Logo Home-of-Rock
Startseite > Artikel und Biographien > Diverse - Compilations > Auf musikalischer Schatzsuche

Link Anhören, mehr Info & Kaufen:
MP3.com

Unser Disclaimer
Southwynd
Southwynd
Mulebone
Mulebone
The Bluedads
The Bluedads
Moses Guest
Moses Guest
Redneck Girlfriend
Redneck Girlfriend
Soapbox (TX)
Soapbox (TX)
Lee Tyler Post
Lee Tyler Post
Johnny Scott Band
Johnny Scott Band
RBG
RBG
The Guzzlers
The Guzzlers
Trickshot
Trickshot
Sam Morrison Band
Sam Morrison Band
Willie Johnson Band
Willie Johnson Band
Gravel
Gravel
Hard To Tame
Hard To Tame
Robin Barrett
Robin Barrett
Robin Barrett - Cover
Robin Barrett - Cover
St. Jubilee
St. Jubilee
Jack Rabbit
Jack Rabbit
James Cantrell Group
James Cantrell Group
No Previous
No Previous
Bum Steers
Bum Steers
1880
1880
Benjy Davis Project
Benjy Davis Project
Mean Gene Kelton
Mean Gene Kelton & The Die Hards

Schaut man in die heutigen Musik-Printmedien, dann bekommt man von Avantgarde-Rock bis Zerebral-Techno umfassende Informationen. Allerdings von interessanter neuer Musik keine Spur. Es lebe der Zeitgeist und die degenerierten Yuppie-Redakteure.

Wie man allerdings auch ohne die das Altpapier belastende Print-Spezies eine Menge guter Bands und Musiker jenseits der von Kommerz diktierten Chartwelt kennenlernen kann, soll hier näher erläutert werden.
Alles was man braucht ist ein PC, ein Modem, ein wenig Zeit und planvolles Vorgehen.

Was bedeutet planvolles Vorgehen, werden sich jetzt viele fragen?
Nun, nicht einfach z.B. "Southern Rock" bei www.google.de eingeben, um dann erschrocken festzustellen, dass mehr als 1,5 Millionen Einträge weltweit existieren.
Ja, der Betroffene kann sich beurlauben lassen, zunächst für ein Jahr. Das müsste reichen, sämtliche Einträge halbwegs abzuarbeiten. 500 mal Southern Rock Allstars kann man getrost von der Gesamtsumme abziehen. Die älteste Schülerband der Welt ist erstaunlich oft vertreten.

Planvoller, und das meinte ich damit, ist es zum Beispiel bei www.mp3.com einzuchecken.
Dort wählt man die Rubrik Southern Rock und hat immer noch mit knapp 300 Bands und Musikern zu kämpfen. Planvoll ist es außerdem, sich konsequent von Seite 1 bis 30 durchzuwühlen.
Und schlappmachen nach den ersten 4 Horror-Hörerlebnissen gilt nicht. Es warten noch einige tolle musikalische Schnäppchen auf Euch.

Dass nicht alles Southern Rock ist, was unter diesem Begriff angepriesen wird, ist auch sehr oft festzustellen. So manche Techno- oder Rap-Kapelle hat sich hier eingeschlichen. Da hilft nur Click and Go. Schon bleibt den Trommelfellen so mancher Soundmüll erspart.

Nun aber genug der langen Rede und auf zu den Tipps auf mp3.com.

KEITH WILLIAM
http://artists.mp3s.com/artists/268/keith_william.html
Keith lebt hauptsächlich bzw. wohl ausschließlich vom Songwriting für Nashville Stars wie z.B. Toby Keith. Aber keine Bange. Wer meint, einen schnulzigen New Country Strategen anzutreffen sollte sich zunächst den Soundfile Can't Stop Fallin' anhören.
Gitarren wie ZZ TOP hoch drei und mit echtem Drummer. Der Song lässt die betagten Gamsbärte aus Texas ganz schön alt aussehen.
Brachial-Gitarren ohne Gnade fährt Keith auch auf Checkmate, Emotional Mechanic, Forge This Love In The Fire, I Can See Forever, One Good Woman oder Red Car auf. Auch die anderen, wirklich zahlreichen Songs, sind weit entfernt vom kleistrigen Nashville Charme.
Für mich die New Country/Rock Entdeckung, der viele Nashville Stars locker in die Tasche steckt.

SOUTHWYND
http://artists.mp3s.com/artists/383/southwynd.html
Zugegeben, der Name klingt nach einer friesischen Krabbenpuhler Acapella Band unter Leitung von Knut Nieselwetter.
Dahinter verbergen sich aber die Musiker Denny Richardson und Larry Roden, die waschechten Southern Rock der Marke MOLLY HATCHET zelebrieren.
Der Gesang erinnert wirklich stark an Phil McCormack ohne natürlich dessen Klasse zu erreichen. Die Kompositionen sind nicht von schlechten Eltern. Vor allem Daisy Mae, Good Looker, Life For The Asking oder Madman rocken mächtig los.
Nun gut, einige produktionstechnische Mängel trüben ein wenig das Gesamtbild. Trotzdem, ein solides Stück Southern Rock mit eingängigen Hooks.
Tja, wenn die SOUTHERN ROCK ALLSTARS so komponieren könnten...
Für waschechte Southern Rock Fans ein Muss.

MULEBONE
http://artists.mp3s.com/artists/137/mulebone.html
In eine ganz andere musikalische Richtung blasen, im wahrsten Sinne des Wortes, die MULEBONEs aus New Orleans.
Sie waren die Entdeckung des letzten Jahres unter Musikjournalisten, die sich noch getrost als solche bezeichnen dürfen.
Trotz zweier nicht gerade zimperlicher Lead Gitarristen spielt die elektrische Trombone von Mark Mullis bei Mulebone die oft erste Geige. Das führt zu absolut verrückten Arrangements. Vergesst Mangelsdorf. Wie Mullins seine Rock-Trombone bläst, ist schon arg erstaunlich. Dazu gesellen sich etliche verrückte Songeinfälle. Da macht zum Beispiel der Monkey Song sicherlich manchen Rockpuristen affig.
Sunshineboy wiederum ist eine geniale Mischung aus Hardrock, Cajun und Southern Rock. Und wenn dann Slide und Trombone aufeinandertreffen. Einfach nur geil...

THE BLUEDADS
http://artists.mp3s.com/artists/96/the_bluedads.html
Bringen es die fünf von MULEBONE zusammen gerade mal auf knapp 120 Jahre, schaffen es die BLUEDADS locker zu zweit. Na ja so ungefähr.
Der Musik tut das aber keinen Abbruch. Hier zählt das Sprichwort: Je oller je doller. Und so servieren die BLUEDADS mit ihren Songs locker flockig rockenden und schnittig groovenden Blues, Boogie und Southern.
What The Hell's Going On ist ein richtig kleines Southern Rock Juwel. Die Melodie kann ich auch in zehn Jahren noch pfeifen.
Gut gefallen mir auch River Tune und Take A Ride in bester ALLMAN BROTHERS Manier.
Und Jacksons Klassiker Tear The House Down verrocken sie herrlich.
Ich wünschte, mein Dad würde solch eine rattenscharfe Musik machen.

MOSES GUEST
http://artists.mp3s.com/artists/176/moses_guest.html
Freunde knackigen und vor allem melodischen Jam Rocks kommen bei dieser Band voll auf ihre Kosten. Einflüsse von den FEATs, ALLMANs und WIDESPREAD PANIC sind unverkennbar. Und MOSES GUEST können handwerklich und musikalisch mit den vorgenannten Bands locker mithalten.
Best Side Up ist z.B. vollgepackt mit stimmigen Gitarren- und Piano Soli. Das gilt noch mehr für das geniale I Know You Rider.
Auffällig, wie das bei Jam Bands eigentlich auch Pflicht ist, die perfekte Percussion von Jamie Edwards. Graham Guest ist ein ausgezeichneter Sänger und Gitarrist. Und wenn die Band dann auf dem zehnminütigen Rag Doll zur Höchstform aufläuft, fragt man sich, warum die Band kaum einer kennt. Was MOSES GUEST zudem auszeichnet ist die Vermeidung von sinnlosem zeitschindendem Rumgejamme. Bei dieser Band kommt garantiert keine Langeweile auf. (WIDESPREAD sollten sich das mal als Beispiel anhören).

REDNECK GIRLFRIEND
http://artists.mp3s.com/artists/15/redneck_girlfriend.html
Wesentlich härter und dreckiger rocken die REDNECK GIRLFRIENDs daher. Man nehme etwas RAMONES und GEORGIA SATELLITES. Heraus kommt diese junge Band.
Romantiker sind die Girlfriends mit Sicherheit nicht. Sie rocken gnadenlos was das Zeug hält.
Neben ihrem schnörkellosen Geradeausrock beherrscht die Band auch das Southern Handwerk. So mutet Don't Fall In Love With A Girlfriend wie eine Fusion von LYNYRD SKYNYRD mit den oben schon erwähnten RAMONES an.
Die sehr anzüglichen Texte auf dem anderen Southern Rocker Good Hard Fun würden einem Charlie "The Preacher" Daniels sicher zu einer schlaflosen Nacht verhelfen. Aber Goethe wollen die Girlfriends ja auch nicht rezitieren. Sie rocken ohne Wenn und Aber. Und das gelingt ihnen ausgesprochen gut.
Handwerklich haben die Jungs, trotz aller Rauheit, außerdem eine Menge auf dem Kasten.

SOAPBOX (TX)
http://artists.mp3s.com/artists/94/soapbox_tx.html
Jetzt weiß ich, wo der letztjährige vorzügliche Drummer von JAY HOOKS abgeblieben ist.
"Little" Joe Frenchwood trommelt bei dieser texanischen Spitzen-Rockband.
Die musikalischen Vorbilder von SOAPBOX (TX) lassen sich schnell ausmachen. Kantiger Rock mit Bluestouch, jeder Menge Southern Rock und nach STEVIE RAY und JIMMY klingende Gitarren. Und die Saiteninstrumente klingen wirklich stark. Allein das geniale Southern Meisterwerk Pinwheel Turns mit seinem treibenden Texasrock Rhythmus würde einen Kauf der CD rechtfertigen.
Doch die Vier haben etliche andere starke Songs im Programm. Bullets Flying, Drift Away oder Southern Star seien stellvertretend genannt.
Und wenn die Band dann Lucy Come Home anstimmt, dürften auch die letzten Muskeln durchzuckt werden. So muss swampiger Southern Texasrock klingen.
Und Vorsicht! Immer schön auf das TX nach dem Bandnamen achten. Es gibt noch eine andere Band gleichen Namens bei MP3.com.
Wem allerdings nach diesem heftigen Texasrock mehr nach spiritueller Mucke ist, sollte sich auch die anderen SOAPBOX keinesfalls entgehen lassen.

LEE TYLER POST
http://artists.mp3s.com/artists/157/lee_tyler_post.html
Von Texas nach San Diego (Kalifornien). LEE TYLER POST wird von amerikanischen Musikjournalisten als BRUCE SPRINGSTEEN mit GREGG ALLMAN-Touch angepriesen.
Na ja... Ein Vergleich mit Springsteen ist ja heute keine Ehre mehr. Denn Lee Tyler hat wesentlich mehr zu bieten, als der im Vorruhestand befindliche Boss. Der sollte sich mal Lee's Americana Meisterwerke Driving Rain, Heart Like A Train oder Need A Reason anhören. Solch schöne Melodien sind ihm schon seit Jahren nicht mehr eingefallen.
Doch die Krone setzt dem Ganzen der Americana Bluesrocker Bitter Root auf. Die rattenscharfe, verdächtig nach GARY ROSSINGTON klingende Gitarre ist die Krönung. Bei LEE TYLER geht die POST ab. Für mich einer der z.Zt. besten AMERICANA Mucker, der auch andere Stilarten locker beherrscht.

JOHNNY SCOTT BAND
http://artists.mp3s.com/artists/151/johnny_scott.html
Freunde klassischen Southern Rocks mit einer gehörigen Prise Roots kommen bei Johnny voll auf ihre Kosten. Sämtliche 8 Songs auf der MP3.com Site sind absolut hörenswert und handwerklich von hoher Qualität.
Als wäre die Zeit stehen geblieben erklingt mit den Songs Destination, Just Gotta Say und True Love Lehrbuch-Southernrock mit singenden Gitarren und prägnanten Harmonien.
Bei JOHNNY könnte sich so manche etablierte Southern/Roots Band etwas Nachhilfeunterricht holen.

R B G
http://artists.mp3s.com/artists/191/robert_bruce.html
Das Kürzel steht für ROBERT BRUCE GROUP.
Hinter den unauffälligen drei Buchstaben verbirgt sich eine Handvoll hochbegabter Studiomusiker, die so ziemlich jede musikalische Stilrichtung auf der Pfanne haben.
Auf ihrer MP3.com Site stehen fast dreißig Soundfiles zum Anhören bereit.
Ihr steht auf STEELY DAN inspirierte Töne? Kein Problem! Puzzlemaster, As Sweet As You oder Can't Go On Without You stellen Euch handwerklich und musikalisch vollauf zufrieden.
Wer den alten CITY BOY nachtrauert, sollte sich mal Dirty Old Man oder How Can You Do This To Me anhören. Hier tun sich erstaunliche Parallelen auf. Das sind vorzügliche Rocker.
Knackiger und erdiger Boogie und Rock'n Roll ist auf I Wanna Rock And Roll With You und My Money auszumachen.
Und wer meint, LED ZEPPELIN gibt es längst nicht mehr, sollte sich Lay It Down ausgiebig zu Gemüte führen.
Nothing To Fear wird dagegen jedem LITTLE RIVER BAND Fan Tränen in die Augen treiben. Oder treibt hier sogar das Original sein Unwesen?
Und wer von Mick Jagger und Co. immer noch nicht die Nase voll hat, darf sich an dem treibenden Shuffle Rocker Oldest Rolling Stone Fan erfreuen. Von RBG nicht ohne Ironie präsentiert.
RBG sind eine Klasseband bei der Abwechslung großgeschrieben wird. Hier ist für jeden etwas dabei.

THE GUZZLERS
http://artists.mp3s.com/artists/131/the_guzzlers.html
Wir sind zurück in Texas. Aus diesen Breitengraden kommt das Trio THE GUZZLERS unter der Führung von Buddy Costello und Wally Gator. Allein die gediegenen Namen bürgen schon für staubigen Texasrock.
Und nicht zuviel versprochen. Die drei rocken wie die Pest. All Gone In Texas macht seinem Namen alle Ehre. Nach diesem Rocker haben die GUZZLERS den Landstrich leergefegt.
Southern Rock und Texas-Bluesrock ist ihr Metier. Das Wort Blues sollte hier aber sehr klein geschrieben werden. Rock steht an erster Stelle. Everybody's Band, Lets Slug Down und Love Contradiction sind astreine Southern Rocker mit packenden Slide Duellen und fetten Gitarrenphrasen.
THE GUZZLERS sind eine prächtige Rock Band die man sich unbedingt merken sollte. Sie sind ein Fall für die Majors. Allerdings wohl erst dann, wenn die Koks-Yuppienasen aus den dortigen Forschungslabors das Weite gesucht haben.

TRICKSHOT
http://artists.mp3s.com/artists/275/trickshot.html
Bei diesem Namen müsste die Band eigentlich die Charts stürmen. Zumindest bei der Waffenlobby in den USA. Aber ich bin mir nicht sicher, ob sich eine Band hinter dem Namen verbirgt oder nur ein engagierter Musiker namens Victor Paul. Weder eine eigene Website oder Hinweise auf der MP3.com Site lassen nähere Schlüsse zu.
Sei's drum. Gut klingt der von ihnen präsentierte Southern Rock mit Country Feeling allemal.
Riders OfThe Night klingt wie ein unveröffentlichter Track von den frühen OUTLAWS Alben. Geile Gitarren preschen vorweg. Nun gut, der Gesang ist etwas schwachbrüstig. Es fehlt das knarzige Vibrieren der Southern Stimmbänder. Der Junge trinkt wahrscheinlich soviel Whiskey im Jahr wie Molly Hatchet am Tag.
Tearin' Up The Heart ist ein weiterer starker Southern Rocker während sich Tequila Sunrise als schöne Southern-Ballade offenbart.
TRICKSHOT, ein Schuss der nicht nach hinten losgeht.

SAM MORRISON BAND
http://artists.mp3s.com/artists/324/sam_morrison.html
Und wieder groovt bodenständiger Southern Rock aus den Boxen.
Peacekeeper heißt der gediegene Song, SAM MORRISON die Band.
LYNYRD SKYNYRD und MOLLY HATCHET scheinen die großen Vorbilder der Band zu sein. Unüberhörbar. Der Sänger klingt wie Hughie Thomasson nach einer Salzsäure-Gurgel Tour. Harte, zupackende und ausgedehnte Gitarrenphrasen dürften jeden Gitarren-Fan gefallen.
Peacekeeper bzw. Fall Of The Peacemaker. Ähnlichkeiten sind rein zufällig oder auch gewollt. MOLLY HATCHET-Feeling pur auch auf dem geilen Rocker Ready Or Not.
Wenn auch produktionstechnisch einiges verbessert werden könnte. Die Musik der SAM MORRISON Band ist krachender Southern Rock mit guten Melodien und reichlich Saitenarbeit. Die Jungs machen großen Spaß beim Zuhören.

WILLIE JOHNSON BAND
http://artists.mp3s.com/artists/102/willie_johnson_band.html
Zuerst bin ich verblüfft über den Sänger. A Week Or Then days ist packend groovender Southern Rhythm and Blues. Und der Sänger klingt wie ein Zwillingsbruder von Robert Cray, nur besser. Die total geile Stimme und eine handwerklich überdurchschnittliche Band lassen sofort aufhorchen.
Noch eine Spur besser kommt Mixed Up rüber. Ein astreiner Southern Rocker mit starker instrumentaler Verpackung. Ich vermute der Sänger heißt Bill Schuh. Wie kann jemand mit solch einer begnadeten Stimme für den All Music Guide eine Nullnummer sein? Nicht zu fassen.
Alle Songs der Band auf dieser Site sind überdurchschnittlich gut und man fragt sich erneut: Warum spielt die Band noch nicht in der ersten Reihe? Eine Schande.

GRAVEL
http://artists.mp3s.com/artists/77/gravelrock.html
Traditionellen Classic Rock ohne ein ätzendes Überangebot an Keyboards bieten die fünf Jungs aus der Country Hochburg Nashville.
Die Namen der Besetzung sucht man leider auch auf der wenig ergiebigen Band-Website vergeblich. Allerdings klingt der Sänger verschärft nach FISH.
Die Band bieten einige hochkarätige Gitarrenrock-Kracher auf der mp3-Site feil. Sei es das eminent heftig tösende Love mit seinen Gitarrenbrettern oder die Rootsrock Perle Shinola oder der tolle Rock Ohrwurm Sister Sarah. Die Jungs spielen immer auf den Punkt und beherrschen ihr Metier ohne Fehl und Tadel.
GRAVEL sind eine hochinteressante Classic Rock/Rootsrock Band.

HARD TO TAME
http://artists.mp3s.com/artists/464/hard_to_tame.html
Na ja, der Name klingt ein wenig übertrieben. Schwer zu zähmen, so die deutsche Übersetzung des Bandnamens, sind die Jungs trotz aller Rockerei sicherlich nicht.
Zuerst ist man ein wenig überrascht wenn der Song Hard To Tame aus den PC Boxen knattert. Der Sänger klingt wie ein Ronnie Van Zant in der Endphase des Stimmbruchs. Soll nicht heißen der Sänger wäre schlecht. Er bringt mit seiner interessanten Stimme die richtige Portion Southern Rock Gefühl rüber.
I Just Can't Shake Em hört sich dagegen wie ein Southern Rockabilly an. Gar nicht schlecht. Allerdings sollte die Band noch an ihrem Gesang feilen.
Die Songs sind durchweg grundsolide, wenn man von der teilweise mäßigen Produktion absieht. Höhepunkte sind das schon erwähnte Hard To Tame sowie Last Line, Urban Shuffle und das an die Frühzeiten von SKYNYRD erinnernde Why Baby Why.

ROBIN BARRETT
http://artists.mp3s.com/artists/157/robin_barrett.html
"Hot Nasty Blues Rock". So wird die Musik von ROBIN BARRETT und seiner Band beschrieben. Und HOT sind sie wirklich. Ihr Instrumental Bawl Zout Wango ist nicht etwa Eingeborenen-Folk, sondern knallharter Bluesrock mit der Betonung auf Rock. Barret und Randy Bishop spielen ein absolutes Brett von Gitarre wie man es selten zu hören bekommt. Die Gitarrenphrasen allein treiben jeden Volksmusikfreund in den schnellen Wahnsinn.
Neben aller Knackigkeit sind die Zwei auch schnell auf ihren Saiteninstrumenten. Crazy In The Head ist z.B. SOUTHERN Bluesrock im Sauseschritt.
Dagegen kommt das fein groovende Boogie Sahnestück Get Well Card schon fast gemütlich daher. Und Gitarren-Fetischisten werden nicht genug von dem Slide geschwängerten Party bekommen. Einer der tollsten Rocker die mir in letzter Zeit untergekommen sind. Solch eine PARTY lob ich mir.
Auch der Rest des Songmaterials bewegt sich weit über jeglicher Durchschnittlichkeit. ROBIN BARRETT und seine Band sind eine Klasse für sich.

ST. JUBILEE
http://artists.mp3s.com/artists/180/st_jubilee.html
Sofort neugierig wurde ich bei dieser Gruppe allein aufgrund der Gästeliste.
Bill Payne an den Keyboards und Carmine Appice an der Percussion.
Das allein ist ein Reinhören wert.
ST. JUBILEEs Einflüsse sind denn auch Bands wie LITTLE FEAT oder SISTER HAZEL.
Der melodische Rootsrocker Blind Dog Sky hat zum Beispiel richtiges Chartpotential. Bis auf die kantigen Gitarrenphrasen erinnert die Band hier wirklich an SISTER HAZEL.
Das achtminütige El Paso startet als Ballade und mündet in einem schnell rockenden Jam. Mexikanisch Folkloristisch wird es auf Hidalgo's Dream. Die heftigen Gitarren-Breaks verhindern jeden Anflug von Kitsch.
Auch Southern Rock haben die Vier auf der Pfanne. Sunrise Light funzt herrlich ab, mit leichtem ALLMAN Nachgeschmack.
ST.JUBILEE präsentieren einen wirklich gediegenen Mix aus Roots, Folk, TexMex, Southern und Jam.

JACK RABBIT
http://artists.mp3s.com/artists/331/-jackrabbit-.html
Dem wahren Southern Rock Kenner ist die Stadt Pori sicherlich genauso geläufig wie Alabama.
Nein? Das ist keine Bildungslücke. Der wahre Southern Rock scheint diesmal aus dem Herzen Finnlands zu kommen. Jack, das Kaninchen, zieht den Hörern mit seinen rockigen Southern Ohrwürmern regelrecht das Fell über die Ohren. Kaum zu glauben, dass hier ein wilder Trupp finnischer Rockmusiker zum Tanz aufspielt. Und die Band hat es faustdick hinter den Ohren.
Wem nach LYNYRD SKYNYRD steht, der sollte sich die vorzüglich abgehenden Roll The Dice oder Too Late nicht entgehen lassen.
Die 38 SPECIAL Klientel wird mit To Close To The Bone bestens versorgt. Und für BLACKFOOT oder ALLMAN Fans ist auch noch reichlich Songmaterial vorhanden.
Dass aus Finnland mehr als gute Pralinen kommen, zeigt diese starke Rock Combo. Ein heißer Tipp, nicht nur für Southern Rock Patrioten.

JAMES CANTRELL GROUP
http://artists.mp3s.com/artists/223/the_james_cantrell_group.html
Das Bandportrait strahlt viel familiäres Vertrauen aus. Sehen die drei doch eher wie ein paar Erdkundelehrer als wie harte Southern-Blues und Boogie Rocker aus. Doch wie heißt es so oft: Der Schein trügt.
Gleich beim Black Road Shuffle lassen es die seriösen Herren mächtig krachen. Ein instrumentaler Southern-Rock-Boogie galoppiert aus den Boxen. Alle Achtung.
Grantiger Texas Rock/Blues wird auf Front Porch Blues und Spellbound Lover serviert. So freundlich James Cantrell auf dem Foto auch wirkt, seine Gitarre ist es nicht. Er fährt ein ganz schönes Brett auf.
Spoon Fed Mamma's Boy ist einer der Song-Highlights mit leichtem ZZ TOP und SRV Touch. Und natürlich darf auch deftiger klassischer Southern Rock nicht fehlen. The Mountain und Time Will Tell heizen mächtig ein.
Auch ohne Zottelmähne und Ziegenbärte lässt es die CANTRELL GROUP heftig krachen.

NO PREVIOUS
http://artists.mp3s.com/artists/75/no_previous.html
Sie sind die Gewinner des ROCK IS DEAD Festivals. Was immer das auch sein mag. Unverdient scheint es nicht gewesen zu sein.
Wie kommt es, dass meine Füße verrückt spielen als ich ihren Song Goodbye To George höre? Na klar, das klingt wie eine perfekte Kopie von LITTLE FEAT. Ein Tribute Song an den legendären Lowell George. Die Band spielt klasse auf und braucht keinen Vergleich mit dem Original zu scheuen.
Hear No Evil zeigt NO PREVIOUS als perfekte Southern Roots Rocker. Die Outlaws-Gitarren und die Hammond klingen ausgezeichnet. Von der Melodie ganz zu schweigen.
Den Song Hey Baby bezeichnet die Band vollmundig als New Country meets Sweet Home Alabama. Etwas waghalsig mutet das schon an. Ein geiler Song ist es aber allemal. Und mit Not Wavng, einem weiteren LITTLE FEAT Klon, verwöhnen NO PREVIOUS erneut die Gehörgange.
Eine Klasse von Band, von der man noch hören wird.

BUM STEERS
http://artists.mp3s.com/artists/181/bum_steers.html
Die "herumstreunenden jungen Ochsen", so die ungefähre deutsche Übersetzung von BUM STEERS, verfügen über keine eigene Website. Somit kann ich leider bei den Musikern weder Ross noch Reiter nennen.
Dabei haben sie diese Anonymität überhaupt nicht nötig. Musikalisch stecken sie nämlich locker den Großteil der amerikanischen Präriebands in die Tasche.
Wer einmal Hitchhiking Heart runternudelt, weiß, wovon ich spreche. Dieser Song ist eine absolut überragende Southern Rock Granate. Reichlich Slide Gitarren, ein fetter Rhythmusteppich und der geile Sänger machen diesen Rocker zum zukünftigen Southern Klassiker.
Aber die Jungs haben noch reichlich mehr gute Songs auf der Pfanne. Dancin' On The Levee ist eine hochexplosive Mischung aus Cajun, Honkytonk und etwas STEVE EARLE.
Dirty old Texas Swamp Rock kredenzen sie auf Devil Disguised As Me. Americana at his best gibt's auf Let The Horses Run zu hören.
Auffällig ist die hervorragende Produktion und der herausragende Sänger. Cheers auf BUM STEERS.

1880
http://artists.mp3s.com/artists/155/spur1.html
Die älteste Rockband der Welt? Mitnichten.
Trotz der antiquierten Jahreszahl gehen hier vier Jungspunde ans rockig Eingemachte. Gelistet sind sie als Southern Rock Act. Das trifft aber nicht ganz zu. Hardrock mit einer klitzekleinen Prise Dirty Country sind ihr hauptsächliches Metier.
So klingen 1880 mehr nach einer deftigen Ausgabe der GEORGIA SATELLITES als nach MOLLY HATCHET, SKYNYRD oder gar den ALLMANs.
Balladen sind nicht die Vorliebe der Band aus Los Angeles. Es wird nach Lust und Laune losgerockt. 3 Akkorde, zwei Riffs und ab geht die Post. Das ist die Art von Mucke, die einen an so manchem ungemütlichem Winterabend richtig einheizt.
Leute, die jeder Break zuviel nervt, sind bei 1880s Geradeaus-Rock bestens aufgehoben.

BENJY DAVIS PROJECT
http://artists.mp3s.com/artists/377/the_benjy_davis_project.html
Baton Rouge, Louisiana. Keine schlechte Adresse für eine Roots Band. Und das Project von BENJY DAVIS wird seinem Ruf gerecht.
Ich schätze die fünf Bandmitglieder sind zusammen gerade mal 100 Jahre alt. Also das beste Boygroup Alter. Dass es auch anders geht, kann man hier hören.
Vielfältige musikalische Einflüsse prägen BENJY DAVIS und sein PROJECT. Cajun Crawfish Boil mit seiner großartig klingenden Hammond, hat seine Wurzeln in der Musik von LE ROUX, als diese noch nicht mit ihrem drögen Heavy Mainstream nervten.
Gelistet sind sie ebenfalls als Southern Rock Band. Sicherlich sind Einflüsse hörbar. Aber mit klassischem Southern Rock hat ihre Musik nur wenig gemein.
More Than Local klingt wie ein Gemeinschaftsprojekt von PAT McGHEE und den CONTINENTAL DRIFTERS. Schön anzuhören. SISTER HAZEL lassen auf The Day That I Die herzlichst grüßen.
Das ist vollmundiger, harmonischer Rootsrock, genau wie das lässig melodische Louisiana Saturday Night mit Legende CLARENCE BROWN an der Lead Gitarre.
THE BENJY DAVIS PROJECT ist ein großes Vergnügen für alle Rootsrock Fans.

MEAN GENE KELTON & THE DIE HARDS
http://artists.mp3s.com/artists/120/genekelton.html
Texas Blues and Southern Fried Rock'N Roll. Das sind die Zutaten mit denen MEAN GENE sein rockiges Süppchen kocht. Und die Zutaten munden sehr.
Stimmlich liegt Mean Jean auf einer Linie mit Charlie Daniels, na ja in etwa. Big Legged Mama ist z.B. einer dieser mit edlen Texas Rock Zutaten veredelter Heavy Rocker mit knackigen Gitarrensound. Dicke Beine braucht Mama auch, damit sie ihr beim Abrocken nicht einknicken.
Dass seine Liebste immer ein Höschen trägt, erfährt man beim treibenden Bluesrock Shuffle My Baby Don't Wear No Panties. Und beim ZZ TOP-rockigen Texas Honey spürt man förmlich das schwülwarme Mississippi Delta. Der hyperaktive Song treibt einem regelrecht die Schweißperlen auf die Stirn.
MEAN GENE KELTON und die Spielfreude seiner DIE HARDS überträgt sich schnell auf den Zuhörer. So muss Texas Blues Rock klingen.

Joachim Domrath, (Impressum, Artikelliste), 20.10.2002

Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:
Startseite > Artikel und Biographien > Diverse - Compilations > Auf musikalischer Schatzsuche

 
© Home of Rock 2001 - 2008, Impressum